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Ein toller Mittelfeldplatz

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Ist diese Überschrift nicht ein Widerspruch in sich? Kann ein Mittelfeldplatz – der ja schon vom Wort her nichts anderes sein kann als „mittelmäßig“ – trotzdem „toll“ sein? Aber manchmal zählen eben nicht nur der Sieg, nicht nur Podestplätze und Medaillen, sondern es ist die Leistung an sich, die herausragt. So auch beim Bezirksentscheid der Grundschulmannschaften am 18. Januar in Kasel bei Trier.

Ich hatte dieses Jahr das Vergnügen, eine Mannschaft der Grundschule Birkenfeld zu coachen. Nach sieben erfolgreichen Jahren als Trainer der Idarbachtalschule Tiefenstein kam es dieses Jahr nicht mehr zu einer Fortsetzung der Zusammenarbeit. Die Gründe kann ich nicht recht nachvollziehen, und dass die Idarbachtalschule 2020 keine einzige Mannschaft zum Bezirksentscheid schickte – als Deutsche Schachschule, als Titelverteidiger, als eine Schule, die diesen Wettbewerb die letzten Jahre maßgeblich mitbestimmt hatte! – verwunderte nicht nur mich. Es bleibt zu wünschen, dass die großartige Entwicklung des Schachs an dieser Schule, aus der so viele große Talente hervorgegangen sind, nicht ganz abreißt.

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Clara Johann Pfalzmeisterin U10

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Nach dem Erfolg unserer Teilnehmer bei der Pfälzischen Jugendmeisterschaft der Altersklassen U12-U18 folgte wenige Tage später bereits das nächste Highlight. In Niedermohr fand am 18. Januar die Pfalzmeisterschaft der Altersklassen U8 und U10 statt, gespielt wurden 7 Runden mit jeweils 30 Minuten Bedenkzeit. Bei den Jungs setzte sich der klare Favorit Luca Hanson Huang (SK Frankenthal) durch, musste aber für seinen Titel hart kämpfen. Letztlich entschied nur die Feinwertung zu seinen Gunsten und gegen den punktgleichen Kevin Hesse (SG Kaiserslautern).

Das Birkenfelder Interesse lag aber eher bei der Mädchenwertung, durch die die Pfalzmeisterin U10 ermittelt wurde. Es starteten 7 Mädchen, die zusammen mit den Jungs das Turnier absolvierten. Auch hier gab es eine klare DWZ-Favoritin, nämlich unsere Starterin Clara Johann, und auch hier zeigte sich, dass in Jugendturnieren Prognosen nur sehr schwer zu treffen sind. Clara startete standesgemäß mit zwei Siegen, verlor dann überraschend gegen eine DWZ-losen Gegner, gewann erneut und verlor in der 5. Runde zum zweiten Mal. Mit 3 Punkten aus 5 Runden war sie plötzlich punktgleich mit mehreren anderen Mädchen. Aber das Drama der U12-Meisterschaft, wo am Ende 4 Spielerinnen punktgleich ins Ziel kamen und die Feinwertung entscheiden musste, wiederholte sich diesmal nicht. In der 6. Runde spielte Clara Remis, was aber – da alle Konkurrentinnen ihre Partien verloren – ausreichte, um wieder die Führung in der Mädchenwertung zu übernehmen. Mit einem Sieg in der Schlussrunde ließ Clara diesmal nichts mehr anbrennen und sicherte sich nach dem Titel der Rheinland-Meisterin 2019 nun auch ihren ersten Titel im Pfälzischen Schachbund. Wir gratulieren herzlich und wünschen Clara viel Erfolg bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, die unser Verein Anfang März ausrichten wird.

Alle Ergebnisse auf der Turnierseite der Pfäzischen Schachjugend

 

Schulschachmannschaft des Gymnasiums an der Heinzenwies erfolgreich

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Die sich aus aktuellen bzw. ehemaligen Vereinsmitgliedern zusammensetzende Schachmannschaft des Gymnasiums an der Heinzenwies erzielte bei der regionalen Schulschachmeisterschaft in Trier einen tollen Erfolg. In sieben Spielen gelangen sieben Siege, und das jeweils mit dem höchsten Ergebnis von 4 zu 0. Das dürfte in der Geschichte dieses Schulschachturnieres einmalig sein. Hauptkonkurrenten waren Schulen wie das MPG Trier, AVG Trier oder das Gymnasium Konz, insgesamt bestand das Feld aus 14 Mannschaften. Die Protagonisten dieses klaren Erfolges waren Elias Cullmann, Patrick Ehrlich, Ryan Hanson, Nico Dreher und Stewart Giss. Natürlich ließ sich das von Frau Ehrlich und Herrn Sidon betreute Team auch nicht nehmen, bei herrlichem Wetter einen kleinen Stadtbummel durch Trier zu unternehmen. Qualifiziert hat man sich mit diesem Sieg übrigens für die am 29.02. stattfindende Landesmeisterschaft in Oppenheim, bei der man sich mit einem Sieg für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren könnte.

Birkenfeld I festigt Platz 3

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Rudolf (Meier) und Rodolfo (Graf), unsere Bretter 7 und 8

Am Sonntag, den 12.01.2020 kam es zu unserem siebten Match der Saison, am Ende gelang zwar ein ungefährdeter Sieg, dennoch konnte der SC Niederkirchen gegen uns relativ viele Brettpunkte erzielen. Doch der Reihe nach: Schon früh musste Aushilfsspieler Rodolfo Graf um seine Partie bangen, da er einen Zug vergaß und so mit einer Qualität weniger in Nachteil geriet, was sein Gegner Klaus Leppla aber letztlich nicht ausnutzen konnte, Remis. IM Herbert Bastian hatte zwar im Mittelspiel einen Bauern weniger, der König des Gegners war allerdings in offenes Terrain gezerrt, was am Ende den Ausschlag zum Partiegewinn an Brett 1 gab. Maximilian Klein hatte am vierten Brett eigentlich alles im Griff, im Mittelspiel war er sogar zu dem befreienden Vorstoß e5 gelangt, was ihm alle Möglichkeiten zu geben schien. Irgendwann sah er sich mit Turm und Läufer allerdings der Dame und einem Freibauern seines Gegners Dieter Walther gegenüber, dieser materielle Nachteil war nicht mehr zu kompensieren. Und dann lagen wir plötzlich sogar zurück: Ernst Michael Porcher baute sich in der Eröffnung irgendwie recht passiv gegen seinen Gegner Denis Yakovenko auf, gar nicht sein Spiel. Auch spätere Versuche, die Stellung zu verschärfen, scheiterten, zu viele Schwächen führten schlussendlich zu einem ungefährdeten Sieg des Niederkircheners zum  2,5 zu 1,5 für die Heimmanschaft. Niklas Leyendecker mühte sich redlich am dritten Brett, am Ende war aber nicht mehr als ein Remis drin. So mussten nun die letzten drei Partien über den Ausgang des Matches entscheiden.

Niklas Leyendecker und Maximilian Klein an den Brettern 3 und 4

Zunächst punktete Rudolf Meier, der am Tag zuvor noch seinen 86. Geburtstag feierte und sich mit einem schön herausgespielten Sieg belohnen konnte. Die Figuren seines Gegners waren zur Passivität verdammt, sodass Philipp van Riel irgendwann entnervt aufgeben musste. Spielstand nun 3 zu 3. Mario Ziegler besorgte dann die Führung. Schon früh konnte er gegen seine Gegnerin Christina Eimer einen Bauern gewinnen, musste sich aber lange mühen, diesen auch zu verwerten. Als der Vorteil dann im Turmendspiel auf zwei Bauern anwuchs, war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Mike Sidon setzte schließlich den Schlusspunkt. Schon ausgangs der Eröffnung konnte er Bauern und Qualität gewinnen, zwar dauerte die Partie dann noch bis zum 49 Zug, der Sieg Sidons war aber nie wirklich in Gefahr. Nach drei Siegen in Folge stabilisiert sich der SC Birkenfeld nun auf dem dritten Platz, mit zu viel Rückstand nach ganz oben, allerdings weist die immer noch höchste Brettpunktzahl darauf hin, dass man eigentlich eine recht starke Saison spielt.

Niklas zum vierten Mal Pfalzmeister – Vier Podestplätze in Bad Dürkheim

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Teilnehmer und Trainer bei der PJEM 2020 (Foto: Michaela Johann)

„Alle Jahre wieder findet in der 1. Januarwoche die Pfälzische Jugend-Einzelmeisterschaft statt.“ Mit dieser für Spieler, Eltern und Trainer quasi in Stein gemeißelten Regel wird Ende 2020 zum ersten Mal seit Langem gebrochen werden, wenn wegen der Schulferien die Meisterschaft für 2021 schon im Dezember 2020 ausgespielt werden wird. Diesmal ging es noch zum gewohnten Termin zur Sache. Gespielt wurde wie auch in den Vorjahren im Jugendhaus St. Christophorus in Bad Dürkheim, und wie in den Vorjahren hatte ich das Vergnügen, unsere Spieler zu begleiten und zu betreuen.

Unser Verein war bei der Meisterschaft in Bad Dürkheim mit 8 Startern in den Klassen U16, U14, U12 und U12w vertreten. Dabei erwischte das einzige Mädchen aus Birkenfeld, Clara Johann, einen guten Start und stand nach 6 Runden mit 4 Punkten (3 Siege, 2 Remis, einmal spielfrei) allein an der Tabellenspitze. Leider ging Clara in den letzten Runden etwas die Luft aus, so dass sich die kuriose Konstellation ergab, dass am Ende vier der fünf Teilnehmerinnen punktgleich waren. Im Roulette der Feinwertung, die nun zur Anwendung kam, sprang für Clara der dritte Platz heraus, es gewann Pia Scherer (SC Bann). Immerhin ist dies nach der Rheinland-Meisterschaft U10 des Vorjahres der zweite Podestplatz bei einer offiziellen Meisterschaft. Am 18.1. steht für Clara die U10-Meisterschaft an und damit die Chance, gleich den nächsten Triumph folgen zu lassen.

Da war mehr drin: Patrick vor seiner Partie gegen den späteren U12-Meister Milan Schneble.

Bei den Jungs der Altersklasse U12 stand für Leon Wollscheid im Vordergrund, Erfahrungen bei einem großen Turnier zu sammeln. Mit seinen 3,5 Punkten war er selbst nicht ganz zufrieden, doch zeigte er vielfach gute Ansätze und kann bei besserer Chancenverwertung schon bei seinem nächsten Turnier deutlich mehr Punkte erzielen. In jedem Fall stellt für ihn – ebenso wie für seinen Bruder Jonas – der Vergleich mit der Spitze der Jugend in der Pfalz eine gute Gelegenheit dar, schachlich weiter zu kommen. Etwas Pech hatte unser zweiter Starter Patrick Ehrlich. Sein Endergebnis – Platz 5 mit 6,5 Punkten aus 11 Runden – ist sehr ordentlich, aber wenn man sich vor Augen führt, dass er sowohl gegen den späteren Sieger Milan Schneble (SC Bann) als auch den Zweitplatzierten Luca Hanson Huang (SK Frankenthal) eine klar bessere Stellung hatte, wird deutlich, dass noch deutlich mehr drin war. Die nächste Chance für Patrick ergibt sich am 7./8. März, wenn unser Verein die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft U10/U12 ausrichtet, für die er sich qualifiziert hat.

Ein ähnlich enger Zieleinlauf wie bei den Mädchen U10 gab es in der U14, und auch hier war uns das Glück der Feinwertung nicht hold: Mit starken 5,5 Punkten aus 7 Runden wurde Elias Cullmann Dritter hinter den punktgleichen Wadim Heß (SC Schifferstadt) und Tamir Chromey (SC Bann). Dennoch stellt dieser dritte Platz, mit dem Elias sein Ergebnis des Vorjahres wiederholte, den bislang größten Erfolg in seiner noch jungen Schachkarriere dar. Denn im Vorjahr spielte er noch in der U12, diesmal gehört er in der U14 zu den jüngeren Teilnehmern, musste sich also überwiegend mit Konkurrenten auseinandersetzen, die ein Jahr älter und erfahrener sind. Das Turnier begann alles andere als vielversprechend für Elias: In der 1. Runde gab er nach klarer Gewinnstellung einen halben Punkt ab, auch in der 2. Runde konnte er gegen einen nominell schwächeren Gegner nur ein Remis erzielen. Doch dann kam er in Schwung: Siege in den Runden 3 und 4 (in letzterer gegen seinen Vereinskameraden Zihao Wang), Remis in der 5. Runde gegen den klar favorisierten Daniel Dietz (SC Hagenbach). In den letzten beiden Runden saß Elias an Brett 1 und zeigte hier gegen die jeweiligen Tabellenführer seine besten Leistungen: Zunächst besiegte er Wadim Heß, danach Nick Morgenthaler (SK Frankenthal), beides mit den schwarzen Steinen.

Blick in den Turniersaal mit unseren Startern Elias und Zihao

Dieser tolle Schlussspurt und das insgesamt starke Abschneiden geben große Hoffnung auf einen Freiplatz für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft U14, die im April in Pirmasens ausgetragen werden wird. Ebenfalls zufrieden sein kann unser zweiter Starter Zihao Wang, der an Platz 13 gesetzt war und das Turnier als Neunter mit 3,5 Punkten beendete. Gegen die DWZ-stärkeren Gegner gab es (noch) nichts zu holen, aber gegen schwächere Kontrahenten punktete Zihao sehr zuverlässig und verbesserte seine DWZ – ebenso wie natürlich auch Elias – deutlich.

Bleibt noch die – aus Birkenfelder Sicht – Königsklasse U16. Hier gingen wir mit drei Startern, Titelverteidiger Niklas Leyendecker, Emil Bleisinger und Jonas Wollscheid, ins Rennen, und hier rechneten wir uns im Vorfeld auch die größten Chancen aus. Doch dass es am Ende zu einem Doppelsieg kommen würde, erwarteten selbst die größten Optimisten nicht.
Nach einer unspektakulären Startrunde mit ausnahmslos Favoritensiegen kam es bereits in der 2. Runde zu einer ersten Spitzenpartie: Emil musste sich mit Schwarz mit dem topgesetzten Lukas Muths (SK Frankenthal) auseinandersetzen. Die Partie entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit: Trotz guter Vorbereitung kam Emil sichtlich schlechter mit dem Stellungstyp zurecht, was sich in einem gravierenden Zeitunterschied ausdrückte. Lukas gewann verdient. In der 3. Runde dann das vermeintliche „Endspiel“ zwischen Niklas und Lukas. Niklas lehnte ein frühes Remisangebot seines Gegners ab, die Partie ging über die volle Distanz, aber am Ende stand – trotz zwischenzeitlicher Vorteile unseres Spielers – eine Punktteilung, die – so nahmen wir alle an – eher Lukas in die Karten spielte. Gleichzeitig gelang Emil eine Glanzpartie: In einer messerscharfen Eröffnungsvariante besiegte er den an Platz 3 gesetzten Josua Scherer (SC Bann) und blieb im Rennen um die vorderen Plätze. In Runde 4 veränderte sich an der Tabellenspitze nichts: Lukas, Niklas und Emil gewannen ihre Partien, wobei Niklas mit seinem Sieg über Josua diesen bereits entscheidend im Kampf um den Turniersieg zurückwarf. In der 5. Runde dann die mit Spannung erwartete Partie zwischen Niklas und Emil. Kurioserweise saßen sich unsere beiden großen Nachwuchstalente zuvor erst zweimal in Turnierpartien gegenüber: 2015 in der Bezirksjugendmeisterschaft (vermutlich werden sich beide an diese Partie kaum noch erinnern) und 2018 bei der Pfalzmeisterschaft. Damals bedeutete Niklas‘ Sieg einen wichtigen Schritt zum Titelgewinn. Und 2020? Den ersten „Wirkungstreffer“ erzielte Emil, der Niklas früh mit einer ungewöhnlichen Eröffnungswahl überraschte. Danach hatte eher Niklas mehr vom Spiel, aber die Realisierung des kleinen Vorteils war alles andere als einfach. Am Ende stand eine Punkteteilung. Aber auch dieses Remis änderte nichts an der Tabellensituation, da auch Lukas nur einen halben Punkt gegen Hannes Jensen (SK Landau) erzielte.

Niklas und Emil bei der Siegerehrung der U16 (Foto: Klaus-Peter Thronicke)

Vorentscheidung in Runde 6: Niklas besiegte Paul Auer (SC Haßloch), der sich zwischenzeitlich auf Platz 3 vorgekämpft hatte, Lukas kam gegen Josua nicht über ein Remis hinaus. Mit einem Sieg gegen Alexander Kern (SK Frankenthal) zog Emil mit Lukas in der Tabelle gleich. Niklas ging mit einem halben Punkt Vorsprung in die Schlussrunde und brachte diesen Vorsprung mit einem weiteren Sieg gegen Hannes Jensen souverän ins Ziel. Der vierte Sieg in Folge bei einer Pfalzmeisterschaft bedeutet eine herausragende Leistung für unseren Jugendspieler – ich überlasse es den Chronisten zu überprüfen, ob in der Vergangenheit solch ein Rekord überhaupt schon einmal aufgestellt wurde.
Komplettiert wird ein außergewöhnliches Ergebnis durch den 2. Platz von Emil, der davon profitierte, dass Lukas in der Schlussrunde völlig überraschend gegen Alexander Kern unterlag. Emil seinerseits besiegte Paul Auer und schloss das Turnier mit hervorragenden 5,5 Punkten ab. Damit ist Niklas bereits für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft qualifiziert, Emil kann sich große Hoffnungen auf einen Freiplatz machen.
Nicht vergessen werden soll angesichts dieses spannenden Kampfes um die vorderen Plätze unser dritter Starter Jonas Wollscheid. Gegen deutlich favorisierte Gegner kassierte er zu Beginn drei Niederlagen, ließ sich davon aber nicht entmutigen. Nach einem Freilos in Runde 4 erzielte er in Runde 5 sein erstes Remis und ließ in den beiden letzten Durchgängen zwei Siege folgen. 3,5 Punkte bedeuten für ihn Platz 8 und damit ein sehr ordentliches Ergebnis bei seiner erste Pfalzmeisterschaft.

Ergebnisse aller Turniere auf der Homepage der Pfälzischen Schachjugend

Starkes Schach von drei Birkenfeldern bei Frankenthaler Weihnachtsopen

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Vom 27. – 30.12. fand das 5. Frankenthaler Weihnachtsopen statt, an dem sich drei unserer heimischen Birkenfelder Spieler beteiligten. Peter Schmidt startete im C-Turnier und zeigte sich insbesondere mit seinen ersten fünf Runden zufrieden, bei denen er eine Ausbeute von 50 % und somit auch DWZ-Zuwachs erzielte. Trotz zweier Niederlagen in den Schlussrunden dürfte Peter mit einem positiven Gefühl das Turnier verlassen haben, da die von Peter gezeigte Bereitschaft zu kämpfen – egal ob in Sieg oder Niederlage – immer zufriedenstellt und uns für die kommenden Aufgaben im Schach wappnet. Ernst Michael Porcher trat im A-Turnier an und konnte hier einmal mehr beweisen, dass er mit Spielern von 1800 – 2100 durchaus mithalten kann (3/7). Er erreichte eine Elo-Performance von 1985 und erzielte damit einen Elo-Zuwachs von ungefähr 39 Punkten, konnte immerhin auch zwei 1900er besiegen. Höhepunkt war sicherlich sein Spiel gegen den Internationalen Meister Jörg Wegerle (Elo 2404), eine von drei Niederlagen in diesem starken Feld. Niklas Leyendecker startete ebenfalls im A-Turnier und spielte überragend.  Er erzielte eine Elo-Performance von 2108 (!) mit einem Elogewinn von 80 Punkten. Er verlor nur die letze Partie und spielte ausschließlich gegen Gegner jenseits der 2000er – Marke, wobei er wenig Mühe hatte, fünf Remis gegen diese Gegnerschaft zu erzielen. Herausragend sicherlich sein Remis gegen den Internationalen Meister Vadim Cernov (Elo 2299), bei welchem er diesen mit sehr gut durchdachten Abwicklungen regelrecht zur Punkteteilung zwang. Der Berichterstatter, der nur am letzten Tag des Turnieres als Gast anwesend war, glaubt sagen zu können, dass die drei unseren Birkenfelder Schachclub hervorragend repräsentierten, wobei abschließend noch zu erwähnen ist, dass wir mit Peter Schmidt auch ein Mitglied im Schiedsgericht des Turnieres hatten.