Der Favoritenrolle gerecht geworden!

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Online-Schach macht es möglich. Am gestrigen Freitag trafen wir wieder einmal auf eine Mannschaft, die man im normalen Spielbetrieb nie zu Gesicht bekommen würde. Mit dem SF Gern 1 empfingen wir eine Mannschaft, die Ortsteil der Stadt Eggenfelden im niederbayrischen Landkreis Rottal-Inn ist. Hätte es jemand gewusst? Gern wird dabei das erste Mal am 19. April 1260 urkundlich erwähnt. Dabei waren die Niederbayern nicht besonders gut in die Online-Saison gestartet, sodass die Favoritenrolle bei uns lag. Sehr schnell (nach 16 Zügen) sorgte dabei der Berichterstatter Mike Sidon für die Führung. Einen Entwicklungsrückstand seines Gegners Volker Schober (DWZ 1927) konnte Mike früh ausnutzen, im entstehenden Mittelspiel hätte sich sein Gegner mit Minusqualität und schlechterer Stellung wiedergefunden. Aufgabe. Ungefähr 30 Minuten später erhöhte Tim Biehl auf 2 zu 0. In einer noch lange theoretischen Stellung ließ Tims Gegner Martin Lange (DWZ 1732) durch einen zweifelhaften Läuferzug plötzlich brandgefährlichen Königsangriff des Birkenfelders zu, sodass sich Tim einmal sogar lange Zeit ließ, dem gut aussehenden Läuferopfer auf h7 zu widerstehen. Aber auch ohne Opfer fiel die Stellung des Niederbayern bald zusammen. Marcel Angnè alias „opening fanatic“ machte seinem Namen wieder alle Ehre (:-) und musste in der Eröffnung und im folgenden Mittelspiel schwer leiden. Er hatte es an Brett 1 mit Elias Pougin (DWZ 1807) zu tun. Pougin dominierte den Damenflügel komplett, schob all seine Bauern vor und ging bald mit einem gesunden Mehrbauern aus diversen Abtäuschen hervor. Als es scheinbar nur noch darum ging, diesen auch in Bewegung zu setzen, nahm Marcel ihm – unter Qualitätsopfer – seinen schwarzfedrigen Läufer und dominierte plötzlich auf den schwarzen Feldern. Und gemessen am Spielverlauf drohte Marcel bald wie aus dem Nichts Matt auf h2.  Das verband er mit einem Remisangebot, worüber sein Gegner lange nachdachte und wohl auch wie Marcel feststellen musste, dass er sich bereits in einer Verluststellung befand. Verluststellung hin oder her, im Schach weiß man nie, sodass Marcel das Remis mitnahm, um den Mannschaftssieg abzusichern. Am längsten spielte Lena Mader an Brett 4 gegen Alexander Büchel (DWZ 1000). Dabei dominierte der Gegner mit seinem gewaltigen Bauernzentrum zwar lange Zeit die Mitte des Brettes, konnte sich aber keinen ernsthaften Vorteil erspielen. Fast schien die Partie sogar noch zugunsten von Lena zu kippen, denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwächte der Niederbayer wichtige Felder, die Lena mir ihren Figuren besetzen konnte. Irgendwie hielt er die Stellung aber doch noch zusammen, sodass Lena mit ihrem Remis den 3 zu 1 Endstand herstellte. Damit belegen wir nun mit 8 zu 2 Punkten den zweiten Platz der Tabelle. Unser nächstes Spiel ist am Montag, den 15.03. beim SC Diogenes.

Erste Online-Mannschaft bleibt auf Siegkurs!

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2019 dominierte Marcel Agné (auf dem Foto von Helmut Knoll in der Partie gegen Mark-André Ruppenthal) das Meister-Anwärter-Turnier des Pfälzischen Schachkongresses. Eine ebenso gute Form zeigt er bis jetzt in der Deutschen Online-Liga.

Am Montag, den 22.02., war unsere erste Mannschaft beim Aachener SV zu Gast, eine Mannschaft, die von drei Spielen bisher eines gewinnen konnte, mit einem DWZ-Schnitt von 1924 aber allen Mannschaften der Klasse ebenbürtig ist. Da wir auswärts antreten mussten, hatten wir an Brett 1 und 4 die weiße Farbe. Als Erstes endete das Spiel an unserem Spitzenbrett. Niklas hatte es dabei mit dem sehr starken Dr. Lamby (DWZ 2124) zu tun. In dem Bestreben, einen vermeintlichen Entwicklungsrückstand des Gegners auszunutzen, mobilisierte Niklas mit dem Zug d5 sehr schnell sein Zentrum, schwächte sich dadurch aber einige wichtige Felder, die die gegnerischen Springer schnell besetzen konnten. Als noch im Mittelspiel ein Bauer verloren ging und Niklas mit einigen nur noch schwer zu verteidigenden Bauerninseln übrig blieb, musste er aufgeben.

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Dramatische Niederlage gegen Eppendorf III

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Auch wenn dieser Tage das Leben durch die Corona-Beschränkungen des Landes bzw. des Kreises sehr stark eingeschränkt ist, mögen immerhin die Online-Wettkämpfe unserer Schachmannschaften ein kleiner Lichtblick in einem scheinbar nicht enden wollenden Tunnel sein. Überbringer dieses Lichtes war diesmal eine Stadt namens Eppendorf,  ein westlich der Alster gelegener Stadtteil Hamburgs. Die Eppendorfer waren mit einem Sieg gestartet und gehören mit einem DWZ-Schnitt von über 2000 auch zu den besten Mannschaften unserer Liga.

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DSOL – Sieg gegen Dachau

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Etwas ist ganz besonders interessant an dem – aus der Corona-Krise resultierenden – Format der Deutschen Schach-Online-Liga: Plötzlich spielt man gegen Mannschaften, die quer über ganz Deutschland verstreut sind. So musste unsere erste Mannschaft am Donnerstag, den 18.01 ihre erste Reise nach Dachau antreten, ein „Auswärtsspiel“, das folgende Farbverteilung für die Heimmannschaft vorsieht: An Brett 1 und 4 schwarz, an Brett 2 und 3 weiß. Unsere erste Mannschaft spielt dabei immerhin in der 4. (Liga 4b) von 13. Ligen.

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Mario Ziegler neuer Beauftragter für Ausbildung im PSB

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Seit wenigen Tagen bekleidet Mario Ziegler ein neues Amt: Er wurde im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Pfälzischen Schachbundes zum Beauftragten für die Ausbildung im PSB benannt.

Die Wahl dazu dürfte maßgeblich auf Marios Erfahrung und Qualifikation zurückzuführen sein. Er ist seit 25 Jahren lizensierter Trainer und konnte an zahlreichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen, die in dem Erwerb der C-Trainer (1996) und B-Trainer Lizenz (2015) ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Im letzten Jahr konnte er seine Ausbildungen sowohl zum A-Trainer des DSB als auch zum Fide-Trainer abschließen. Seit 2019 arbeitet Mario hauptberuflich als Schachtrainer. Mario wird dabei nun für den kompletten Ausbildungsbereich des PSB verantwortlich sein: Schiedsrichter, Trainer (C-Trainer, eventuell auch einmal eine B-Trainer-Ausbildung), Schulschach-Patent-Kurse, eventuell Kinderschachpatent-Kurse. All dies natürlich in Zusammenarbeit mit Rheinland und Rheinhessen sowie gegebenenfalls auch mit dem Saarland. Wir gratulieren und wünschen ihm für diese Aufgabe viel Erfolg.

Erste Mannschaft unaufhaltsam

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Die Bretter 7 und 8: Mark-André Ruppenthal und Michael Hippenstiel

Obwohl die Ambitionen nach ganz oben nicht mehr vorhanden sind, prescht die erste Mannschaft weiter von Sieg zu Sieg. Gegen den Gast aus Weilerbach zeigten die Birkenfelder einmal mehr, was in dieser Saison eigentlich möglich gewesen wäre. Mike Sidon holte den ersten Punkt, da er bereits in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und diesen Vorteil Stück für Stück ausbauen konnte. Kurze Zeit später erhöhte Ernst Michael Porcher auf 2 zu 0, mit einem Turmopfer auf h6 konnte er den gegnerischen König spektakulär in offenes Terrain ziehen und ihn schnell matt setzen. Mario Ziegler hatte gegen Bernd Lange alles im Griff, eine positionell souverän angelegte Partie brachte ihm zunächst einen Bauerngewinn und im weiteren Verlauf absolute Dominanz auf der 6. Reihe, der Verlust weiterer Bauern war die Folge. Maximilian Klein nahm in Zeitnot ein Remisangebot seines Gegners an, ein Weiterspielen wäre mit Risiko verbunden gewesen: zwar hätte er seine Bauernphalanx am Damenflügel in Bewegung setzen können, das Läuferpaar seines Gegners Falco Nogatz wirkte aber sehr agil.

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