Kantersieg bei Ramstein-Miesenbach II

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Im Mittelspiel hatte Herbert Bastian an Brett 1 zuviel Druck auf der Königsseite entfacht, der Gegner musste eine Figur geben, den Sieg ließ sich Herbert im dann beginnenden Endspiel nicht mehr nehmen. Wir führten 1 zu 0 an einem denkwürdigen Sonntag, an dem am Ende alle Spiele gewonnen werden sollten. Wann? Am Sonntag, den 22.09. Wo? Beim SC Ramstein-Miesenbach II.

An dieser Stelle bleibt aber hinzuzufügen, dass der Gegner stark ersatzgeschwächt antrat und in vielen Partien einen großen Kampf ablieferte. Rudolf Meier erhöhte auf 2 zu 0. Der Senior sah sich im Turmendspiel mit zwei gefährlichen Zentrumsbauern seines Gegenüber konfrontiert, sein eigener Freibauer auf der c-Linie war aber zu schnell und konnte von seinem Kontrahenten nicht mehr aufgehalten werden. Ernst Michael Porcher belagerte schon früh mit schwarz den Königsflügel seines Gegners, im sich fortentwickelnden Königsangriff, in welchem der weiße König in die Brettmitte gewzungen wurde, ging sein Gegner schnell unter. Michael Hippenstiel konnte in der Eröffnung einen Bauern gewinnen, diesen Verlust konnte sein Widersacher nicht mehr kompensieren, wir führten nun 4 zu 0. An Brett 4 schaffte es der jugendliche Gegner von Maximilian Klein, das Spiel lange Zeit ausgeglichen zu gestalten. In einem remislich aussehenden Turmendspiel setzte sich dann aber doch die Routine von Maxi durch, dazu reichte ihm eine kleine Ungenauigkeit seines Gegners aus. Auch Mario Ziegler sah sich einer ernormen Widerstandskraft seines dwzschwächeren Gegners ausgesetzt, letzterer hatte in einem remislichen Endspiel eigentlich die bessere Leichtfigur, Mario schaffte es mit seinem König aber, hinter die feindlichen Linien zu gelangen, wonach der Beutezug seines Monarchen nicht mehr aufzuhalten war. Mit einem Bauernvorstoß im ausgehenden Mittelspiel schaffte es Mike Sidon, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Der sehr umsichtig spielende Ramsteiner konnte die durch den Bauernvorstoß entstehenden taktischen Probleme nicht mehr lösen. Nach langem Kampf schafft es auch Niklas an Brett 3, seinen Gegner niederzuringen. Durch einen taktischen Trick gelang es dem Birkenfelder plötzlich, einen seiner Bauern unaufhaltsam in Bewegung zu setzen. Das war dann auch das 8 zu 0. Jedenfalls, wir freuen uns über einen gelungen Saisonauftakt, nach zwei Spielen nehmen wir erst einmal Platz 1 in der Tabelle ein.

Gelungener Saisonauftakt für Birkenfeld I

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Die Spitzenbretter im Wettkampf Eisenberg-Birkenfeld: Links Herbert Bastian, rechts Ernst Michael Porcher

Zum Saisonauftakt mussten wir bei der TSG Eisenberg antreten, die, das wussten wir aus Erfahrung, nicht einfach zu schlagen sein würden. Da die Eisenberger aber ohne ihren DWZstärksten Spieler antraten, lag die Favoritenbürde bei uns. Einen überraschend schnellen Sieg erreichte Micha Porcher an Brett 1. Schon nach wenigen Zügen gab der Birkenfelder einen Bauern, konnte dadurch aber die Entwicklung seines Gegenübers hemmen und bald den entscheidenden Fehler seines Gegenübers provozieren. Bald danach erhöhte Emil Bleisinger an Brett 8. Schon früh gewann er einen Bauern und baute seinen Vorteil immer weiter aus, bis er im Endspiel sogar eine ganze Figur mehr hatte. Erfreulich auch der erste Einsatz unseres Neuzugangs Herbert Bastian. Zu Beginn des Mittelspiels konnte er einen Bauern gewinnen, den der Gegner durch einen taktischen Schlag im Mittelspiel zwar plötzlich wieder gewann, in den dann entstehenden Wirren fand sich Herbert dann aber besser zurecht. Zwischenstand: 3 zu 0 für uns. Niklas Leyendecker an Brett 3 hatte zwar die bessere Leichtfigur als sein Gegner, ein Springer gegen den sogenannten schlechten Läufer, aufgrund der guten Verteidigung seines Gegners konnte er aber nicht mehr als ein Remis erzielen. Den entscheidenden Punkt zum Sieg holte dann Maximilian Klein an Brett 4: Zwar herrschte auf dem Brett fast Gleichgewicht, dennoch konnte Maxi mit dem thematischen Vorstoß a5-a4 eine Disbalance herstellen, die ihm letztlich den vollen Punktgewinn bescherte. Rudolf Meier verlor kurz danach seine Partie, obwohl er im Mittelspiel noch drückend überlegen stand. Seine weißen Figuren schienen den schwarzen Königsflügel schon siegbringend zu belagern, ehe dem Senior ein spielentscheidender Fehler unterlief. In den letzten beiden Spielen steuerten Mario Ziegler und Mike Sidon zwei weitere volle Punkte bei. Mario ging in ein klar gewonnenes Turmendspiel, weil er aufgrund einer Taktik im ausgehenden Mittelspiel, Einschlag auf c3 kombiniert mit der gegnerischen Grundlinienschwäche, ein Bauernplus herstellen konnte. Mike Sidon konnte schließlich nach fünf Stunden Spielzeit ein materiell gleiches Springer/Bauer-Endspiel zum Sieg führen. Ein schöner Auftakt unserer ersten Mannschaft, der uns darauf hoffen lässt, um die ersten Plätze in der Liga mitzuspielen.

Schachkongress 2019 – ein Rückblick

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PSK 2019 - Sieger MTA mit Pfalzmeister Arkadi Syrov

Pfalzmeister 2019 Arkadi Syrov (rechts) mit dem Zweitplatzierten und Vorjahressieger Martin Heider (Mitte) und dem Drittplatzierten Roland Ollenberger.

Nach dem zurückliegenden Schachkongress gilt es ein Fazit zu ziehen: Aus sportlicher Sicht konnten einige unserer heimischen Spieler durchaus mit Erfolgen aufwarten. Da ist zunächst einmal der Jugendbereich. In der U8/U10–Klasse konnte Nick Brusius mit überragenden 9 aus 10 Punkten das Turnier gewinnen. In der Kategorie U12 hatte Elias Cullmann nach Feinwertung am Ende die Nase vorn, in der Schlussrunde konnte er keinen geringeren als Patrick Ehrlich bezwingen, der somit noch auf dem zweiten Platz landete. Jannis Ruhk belegte in der Gruppe der unter 14-jährigen den zweiten Platz, wobei er sich nur dem späteren Sieger Marc Haag (Ramstein-Miesenbach) geschlagen geben musste. In der Altersgruppe bis 16/18 Jahre belegte Arvid Kammann den geteilten ersten Platz. Glückwunsch an unsere erfolgreichen Jugendspieler sowie aber auch ein Dankeschön an jene hier nicht erwähnten Birkenfelder Teilnehmer.

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Der Schachkongress rückt näher

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Seit Monaten arbeiten die Schachfreunde Birkenfeld auf den Beginn des 88. Pfälzer Schachkongresses hin, der am Donnerstag den 18. April nun endlich starten wird. Während man sich für eine diverse Anzahl von Turnieren im Vorfeld qualifizieren musste, besteht bei anderen Turnieren noch die Möglichkeit einer Anmeldung bei Turnierbeginn. Das gilt sowohl für das Hauptturnier, bei dem alle Spielberechtigten des Deutschen Schachbundes mitwirken dürfen, als auch für das Frauen- und Seniorenturnier. Nicht zu vergessen das am 25. April stattfindende Jugendturnier, bei dem sich die Jugendlichen in unterschiedlichen Altersklassen im Schnellschachmodus messen können. Das Turnier ist offen für alle organisierten und nichtorganisierten Jugendspieler. Eine weitere Besonderheit stellt das am 24. April anvisierte Firmenturnier dar, bei dem die Zugehörigkeit zu einem Schachclub keine Voraussetzung ist. Firmen dürfen hier Mannschaften mit jeweils vier Spielern bzw. Spielerinnen stellen. Obwohl sich schon einige Mannschaften gemeldet haben, hofft der Schachclub, dass sich die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften noch erhöhen wird. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt sein, schachinteressierte Zuschauer sind ebenfalls sehr willkommen. Spielort wird sein: Großsporthalle am Berg, Am Stadion, 55765 Birkenfeld. Weitere Informationen findet man auf: https://schachkongress2019.de

Willensakt in der letzten Runde

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Am 24. März traten wir unseren Weg nach Eisenberg an, wo die diesjährige Zentralrunde der zweiten Pfalzliga West stattfinden sollte. Dabei erwartete uns kein geringerer Verein als der Ausrichter selbst und auch letztjähriger Mitaufsteiger TSG Eisenberg. Es sollte ein langer Kampf werden. Dabei stand der Wettkampf für uns zunächst unter keinem guten Stern, da es uns nicht gelungen war, einen Ersatzmann für unseren krankheitsbedingten Ausfall zu organisieren. Wir lagen also 0 zu 1 zurück. Da es nun aber auch die letzte Runde war und wir tabellenmäßig keine großen Sprünge mehr machen konnten. wurden die ersten Partien sehr schnell Remis gegeben. Den Remisreigen eröffnete Lena Mader, kurze Zeit später gesellte sich Werner Weller dazu. Beide hatten in ausgeglichener Stellung das Remisangebot ihrer Gegner angenommen. Gegen einen sehr starken 2000er schaffte auch Micha Porcher bald ein Remis, beide Seiten hatten lang rochiert, das Weiterspielen hätte Risiko erfordert, keiner wollte alle Brücken hinter sich abreißen. Auch Uwe Kendzior hatte es mit einem DWZstärkeren Gegner zu tun, schaffte aber auch ein Remis, wobei er in der Schlussstellung sogar besser stand. Uwes Stellung am Königsflügel sah bedrohlich aus, der Gegner hatte sich allerdings übernommen und musste wohl mit dem Remis zufrieden sein. Nach 3,5 Stunden lagen wir also immer noch zurück, drei Partien liefen noch. Rudolf Meier an Brett 7 schien auf der Siegesstraße, er jagte den gegnerischen König quer über das Feld. Irgendwie gelang es diesem aber, in ein Endspiel mit Minusbauern und ungleichfarbigen Läufern zu gelangen, das Rudolf am Ende – wenn auch zähneknirschend – ins Remis abwickeln musste. Inzwischen war die sechste Spielstunde angebrochen. Niklas hatte an Brett 2 schon früh einen Bauern gewonnen, sein Gegner spielte aber in der Folge mit großem Einfallsreichtum und brachte Niklas in arge Zeitnot. Irgendwie schaffte der es aber, den Mehrbauern ins Endspiel zu retten und zu verwerten. Es stand jetzt 3 zu 3. In der letzten Partie war es Mike Sidons Gegner gelungen, in einem Turmendspiel zwei verbundene Freibauern am Königsflügel zu kreieren. Mike hatte genau dieselben Bauern aber im Zentrum, und das mit Unterstützung des Königs. Ein Tempo-Rennen entstand. Die Kombination von König und zwei Bauern war aber so stark, dass Mike am Ende sogar seinen Turm für den übrig gebliebenen Freibauern des Gegners opfern konnte, um sich einen Zug später eine eigene Dame zu holen. Das entschied auch den Mannschaftskampf: 4,5 zu 3,5 gewonnen! Damit festigten wir auch den dritten Tabellenplatz und können als Aufsteiger sehr mit unserer Leistung zufrieden sein. Vielen Dank an alle Mitstreiter der Saison! Besonderer Dank gebührt auch noch unseren beiden Gastspielern Lena und Werner, die wir natürlich auch im nächsten Jahr wieder gern bei uns begrüßen würden.

Ausbildung zum Fide-Trainer

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Vom 14. bis zum 17.2. fand an der Sporthochschule in Köln ein Fide-Trainer-Seminar statt, an dem 17 Trainerinnen und Trainer aus dem In- und Ausland teilnahmen. Es wurde geleitet vom Vorsitzenden des Trainer-Comitees der Fide, GM Adrian Mikhalchishin aus Slowenien. Themen waren u.a. „Technik und Methodik der Vorbereitung von Jugendlichen“, „Der Umgang mit klassischen Partien“, „Aufbau eines Eröffnungsrepertoires der Schüler“, „Endspiel- und Abtauschtechnik“ und vieles mehr. Am Ende des Lehrgangs stand eine Klausur, die von unserem Schachkollegen Mario Ziegler mit Bravour gemeistert wurde.  Mit diesem Lehrgang konnte Mario sich den Rang eines Fide-Trainers aneignen, den zweithöchsten Trainertitel der Fide, wobei der höchste nur aufgrund besonderer Leistungen verliehen wird. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung! Mögen auch viele in unserem Schachclub von Marios neu errungenen Kompetenzen profitieren können!