Der Schachkongress rückt näher

  Kommentieren

Seit Monaten arbeiten die Schachfreunde Birkenfeld auf den Beginn des 88. Pfälzer Schachkongresses hin, der am Donnerstag den 18. April nun endlich starten wird. Während man sich für eine diverse Anzahl von Turnieren im Vorfeld qualifizieren musste, besteht bei anderen Turnieren noch die Möglichkeit einer Anmeldung bei Turnierbeginn. Das gilt sowohl für das Hauptturnier, bei dem alle Spielberechtigten des Deutschen Schachbundes mitwirken dürfen, als auch für das Frauen- und Seniorenturnier. Nicht zu vergessen das am 25. April stattfindende Jugendturnier, bei dem sich die Jugendlichen in unterschiedlichen Altersklassen im Schnellschachmodus messen können. Das Turnier ist offen für alle organisierten und nichtorganisierten Jugendspieler. Eine weitere Besonderheit stellt das am 24. April anvisierte Firmenturnier dar, bei dem die Zugehörigkeit zu einem Schachclub keine Voraussetzung ist. Firmen dürfen hier Mannschaften mit jeweils vier Spielern bzw. Spielerinnen stellen. Obwohl sich schon einige Mannschaften gemeldet haben, hofft der Schachclub, dass sich die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften noch erhöhen wird. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt sein, schachinteressierte Zuschauer sind ebenfalls sehr willkommen. Spielort wird sein: Großsporthalle am Berg, Am Stadion, 55765 Birkenfeld. Weitere Informationen findet man auf: https://schachkongress2019.de

Willensakt in der letzten Runde

1 Kommentar

Am 24. März traten wir unseren Weg nach Eisenberg an, wo die diesjährige Zentralrunde der zweiten Pfalzliga West stattfinden sollte. Dabei erwartete uns kein geringerer Verein als der Ausrichter selbst und auch letztjähriger Mitaufsteiger TSG Eisenberg. Es sollte ein langer Kampf werden. Dabei stand der Wettkampf für uns zunächst unter keinem guten Stern, da es uns nicht gelungen war, einen Ersatzmann für unseren krankheitsbedingten Ausfall zu organisieren. Wir lagen also 0 zu 1 zurück. Da es nun aber auch die letzte Runde war und wir tabellenmäßig keine großen Sprünge mehr machen konnten. wurden die ersten Partien sehr schnell Remis gegeben. Den Remisreigen eröffnete Lena Mader, kurze Zeit später gesellte sich Werner Weller dazu. Beide hatten in ausgeglichener Stellung das Remisangebot ihrer Gegner angenommen. Gegen einen sehr starken 2000er schaffte auch Micha Porcher bald ein Remis, beide Seiten hatten lang rochiert, das Weiterspielen hätte Risiko erfordert, keiner wollte alle Brücken hinter sich abreißen. Auch Uwe Kendzior hatte es mit einem DWZstärkeren Gegner zu tun, schaffte aber auch ein Remis, wobei er in der Schlussstellung sogar besser stand. Uwes Stellung am Königsflügel sah bedrohlich aus, der Gegner hatte sich allerdings übernommen und musste wohl mit dem Remis zufrieden sein. Nach 3,5 Stunden lagen wir also immer noch zurück, drei Partien liefen noch. Rudolf Meier an Brett 7 schien auf der Siegesstraße, er jagte den gegnerischen König quer über das Feld. Irgendwie gelang es diesem aber, in ein Endspiel mit Minusbauern und ungleichfarbigen Läufern zu gelangen, das Rudolf am Ende – wenn auch zähneknirschend – ins Remis abwickeln musste. Inzwischen war die sechste Spielstunde angebrochen. Niklas hatte an Brett 2 schon früh einen Bauern gewonnen, sein Gegner spielte aber in der Folge mit großem Einfallsreichtum und brachte Niklas in arge Zeitnot. Irgendwie schaffte der es aber, den Mehrbauern ins Endspiel zu retten und zu verwerten. Es stand jetzt 3 zu 3. In der letzten Partie war es Mike Sidons Gegner gelungen, in einem Turmendspiel zwei verbundene Freibauern am Königsflügel zu kreieren. Mike hatte genau dieselben Bauern aber im Zentrum, und das mit Unterstützung des Königs. Ein Tempo-Rennen entstand. Die Kombination von König und zwei Bauern war aber so stark, dass Mike am Ende sogar seinen Turm für den übrig gebliebenen Freibauern des Gegners opfern konnte, um sich einen Zug später eine eigene Dame zu holen. Das entschied auch den Mannschaftskampf: 4,5 zu 3,5 gewonnen! Damit festigten wir auch den dritten Tabellenplatz und können als Aufsteiger sehr mit unserer Leistung zufrieden sein. Vielen Dank an alle Mitstreiter der Saison! Besonderer Dank gebührt auch noch unseren beiden Gastspielern Lena und Werner, die wir natürlich auch im nächsten Jahr wieder gern bei uns begrüßen würden.

Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Trier und Wörth

  Kommentieren

Für unsere Jugendspieler hielt der März gleich zwei Highlights bereit: Am 9. und 10.3. stand in Trier die rheinland-pfälzische Einzelmeisterschaft der Altersklassen U10 und U12 an, eine Woche später, am 16.3., ging es in Wörth am Rhein um die Landesmeister-Titel in den verschiedenen Schulschach-Klassen. Mit Nick Brusius, Patrick Ehrlich und Elias Cullmann waren drei unserer Nachwuchstalente sogar bei beiden Turnieren engagiert.

Weiterlesen …

Ausbildung zum Fide-Trainer

  Kommentieren

Vom 14. bis zum 17.2. fand an der Sporthochschule in Köln ein Fide-Trainer-Seminar statt, an dem 17 Trainerinnen und Trainer aus dem In- und Ausland teilnahmen. Es wurde geleitet vom Vorsitzenden des Trainer-Comitees der Fide, GM Adrian Mikhalchishin aus Slowenien. Themen waren u.a. „Technik und Methodik der Vorbereitung von Jugendlichen“, „Der Umgang mit klassischen Partien“, „Aufbau eines Eröffnungsrepertoires der Schüler“, „Endspiel- und Abtauschtechnik“ und vieles mehr. Am Ende des Lehrgangs stand eine Klausur, die von unserem Schachkollegen Mario Ziegler mit Bravour gemeistert wurde.  Mit diesem Lehrgang konnte Mario sich den Rang eines Fide-Trainers aneignen, den zweithöchsten Trainertitel der Fide, wobei der höchste nur aufgrund besonderer Leistungen verliehen wird. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung! Mögen auch viele in unserem Schachclub von Marios neu errungenen Kompetenzen profitieren können!

 

Wieder Unentschieden

  Kommentieren

Mit dem TV Winnweiler empfingen unsere Birkenfelder I  heute den Tabellenletzten, der sich aber zum ersten Male in dieser Saison in Bestbesetzung präsentierte. Dementsprechend heftig waren einige Partien umkämpft.  Der Reihe nach: Sehr zügig mündete Peter Lozars Partie an Brett 8 in den Remishafen, von der aggressiven Eröffnungswahl seines Gegners ließ sich Peter nicht beeindrucken. Bald danach musste Mike Sidon an Brett 2 seine Niederlage quittieren. Nachdem der Birkenfelder in einer eröffnungstheoretischen Hauptvariante einen Zug vergessen hatte, war die Partie nicht mehr zu halten. Ernst Michael Porcher schaffte an Brett 4 aber wieder den Ausgleich: Sein Gegner hatte einen taktischen Einschlag auf f7 übersehen, zwar hatte Ernst Michael dadurch das materielle Gleichgewicht erst wieder hergestellt, der König des Gegners befand sich nun aber auf Abwegen und wurde zur Beute des ungestüm angreifenden Birkenfelders. Wieder gingen aber die Gäste in Führung. Uwe Kendzior konnte seine Stellung an Brett 5 nicht halten, da sein Gegner mit seinen Schwerfiguren auf die siebte Reihe eingedrungen war. Glücklicherweise konnte bald unser Senior Rudolf Meier wieder den Gleichstand herstellen. Obwohl Rudi im Endspiel eine Figur mehr hatte, sahen die Mehrbauern des Gegners lange Zeit furchterregend aus. Mit einer kleinen Kombination konnte Rudolf diese Bauernmasse aber reduzieren, das nun gewonnene Endspiel spielte er souverän zu Ende. Zwischenstand: 2,5 zu 2,5. Wohlwissend, dass wir an Brett 7 wahrscheinlich einen Sieg erzielen würden, bot Maximilian Klein an Brett 3 Remis an, der Gegner nahm an, vielleicht auch froh darüber, denn Maximilian hatte ein durchaus schön anzusehendes Bauernzentrum, aber nur noch wenig Zeit. Dennoch, das Mannschaftsunentschieden konnte uns so keiner mehr nehmen. Umso mehr, weil Mario Ziegler seine Partie an Brett 7 dann tatsächlich auch gewann. In einer doch sehr komplizierten Stellung behielt Mario die Übersicht und konnte spielentscheidend Material gewinnen. So musste an Brett 1 die endgültige Entscheidung fallen: Unser Jüngster Niklas Leyendecker hatte es hier mit dem Fide-Meister Ingo Bruch zu tun. Dieser dominierte das Spiel lange Zeit und konnte diese Dominanz in einen Figurengewinn transferieren. Durch mobile Zentrumsbauern erhielt Niklas aber plötzlich Gegenspiel, sein Gegner sah sich genötigt, die Figur zurückzugeben. Und plötzlich schien es so, als ob er damit auch seinen Vorteil weggegeben hatte. Die nun folgende Zeitnotschlacht, in der für beide Seiten kein genaues Spiel mehr möglich war, konnte der Spieler aus Winnweiler aber für sich entscheiden, Endstand: 4 zu 4. Die Birkenfelder belegen damit weiterhin Platz 3 der Tabelle.

Auf Biegen und Brechen in Kaiserslautern

1 Kommentar

Am Sonntag, den 03.02. traten wir unsere Reise nach Kaiserslautern an, eine Mannschaft, die sich mitten im Abstiegskampf befindet und dementsprechend auch sehr motivert zu Werke ging. Folglicherweise dauerten alle Partien sehr lang. Nachdem Mike Sidon an Brett 1 um den 30. Zug eine Gewinstellung herbeigeführt hatte, warf er die Partie dann aber mit zwei ungenauen Zügen weg und bescherte der Heimmanschaft so die Führung. Kurze Zeit später glich Lena Mader aus, in einem eher langsamen Aufbau konnte sie ihrer Gegnerin spätestens im Mittelspiel ihren Willen aufzwingen, ihr Zusammenspiel von Dame, Springer und Zentrumsbauern war einfach zu dominant. Ernst Michael Porcher steckte in der Eröffnung einen Bauern ins Geschäft, belagerte dann aber geduldig den Königsflügel des Gegners, bis dieser einen spielentscheidenden Fehler machte. Wir führten 2 zu 1. An Brett 7 hatte es Rudolf Meier mit Andreas Quack zu tun, der mit 100% Punkteausbeute in die Saison gestartet war. Unser Senior lieferte ihm einen großen Kampf, glich aber im Endspiel fehl, sodass die Pfälzer wieder zum Ausgleich kamen. Katharina Bohrer hatte am 8. Brett im Mittelspiel eine dominante Stellung; um Vereinfachungen zu vermeiden, entschied sie sich zu einem mutigen Qualitätsopfer, konnte dadurch aber keine Spielentscheidung herbeiführen, sodass sie im Endspiel das Nachsehen hatte. Wie durch ein Wunder überlebte Niklas sein Springerendspiel am zweiten Brett, bei Bauerngleichheit am Königsflügel sah er sich einem Freibauern des Gegners am Damenflügel gegenüber, die Partie endete überraschend Remis, nachdem es der Gegner nicht geschafft hatte, diesen entscheidenden Vorteil auszunutzen. Maximilian schaffte dann am 3. Brett den Ausgleich: 3,5 zu 3,5. Mit einem Mehrbauern ging er ins Turmendspiel, nach dem Abtausch der Türme war das Bauernendspiel einfach gewonnen. Die letzte Partie musste die Entscheidung bringen. Nachdem die Partie von Werner Weller Ausgang des Mittelspiels noch remislich aussah, erlaubten Ungenauigkeiten des Gegners nun unserem Birkenfelder, scheinbar eine Gewinnstellung herbeizuführen: In einem Turmendspiel hatte Werner einfach zwei Bauern mehr. Dass aber jedes Turmendspiel seine eigenen Gesetze hat, konnte man an jenem Tage bestaunen. Die Mehrbauern reichten am Ende nicht zum Sieg, im Kampf gegen Gegner, Zeit und zu vielen guten Zügen musste Werner letztlich ins Remis einwilligen. Ein spannender Wettkampf ging zu Ende, Unentschieden! Birkenfeld befindet sich nun auf dem drittenTabellenplatz.