Lena Vizemeisterin in Blitz- und Schnellschach

  Kommentieren

RLP-Meisterschaft im Schnellschach: (v.l.) Sanja Perovic-Ottstadt, Lena Mader, Charlotte Sanati, Elke Klink

Wenige Tage nach ihrem Erfolg bei der Pfalzmeisterschaft in Birkenfeld, wo sie sich souverän den Titel der Pfalzmeisterin sichern konnte, gelangen unserer Gastspielerin Lena Mader auch in den schnellen Disziplinen zwei hervorragende Ergebnisse.

Am 5. Mai wurde in Kastellaun die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Blitz ausgetragen. Unter den 7 Teilnehmerinnen, die ein doppeltes Rundenturnier ausspielten, waren immerhin vier, die unser Bundesland bereits bei Ländermeisterschaften vertreten hatten. Souveräne Meisterin wurde Monika Braje (SG PST-Trier/Bernkastel-Kues) mit der optimalen Punktzahl von 12, ebenso klar belegte Lena Platz 2. Sie unterlag zweimal der neuen Titelträgerin, gewann aber alle anderen Partien und verwies dadurch Christine Zemke (TSV Schott Mainz) und die fheinland-pfälzische Frauenreferentin Dr. Sanja Perovic-Ottstadt (SC Landskrone) auf die Plätze 3 und 4. Alle Ergebnisse sind auf Chess Results zu finden.

Weiterlesen …

Niklas und Katharina nach Herzschlagfinale Vizemeister von Rheinland-Pfalz

  Kommentieren

Niklas Leyendecker und Jan Boder

Wenn man bei einer Meisterschaft punktgleich mit dem Sieger ins Ziel kommt und wegen der schlechteren Feinwertung Platz 2 belegt, kann man getrost von Pech sprechen. Vielleicht fühlt man sich – angesichts des knappen Ausgangs – sogar als „erster Verlierer“. Und doch stellt die doppelte Vizemeisterschaft, die Niklas Leyendecker und Katharina Bohrer bei der rheinland-pfälzischen Jugendmeisterschaft Ende April 2019 in Bad Ems errangen, eine großartige Leistung dar – insbesondere, wenn man die Gegner betrachtet.

Niklas begann verhalten: Einem Sieg in der Auftaktpartie folgten drei Remis, darunter auch eine Punkteteilung mit dem späteren Turniersieger Jan Boder (SC ML Kastellaun). In den letzten drei Runden drehte Niklas dann noch einmal auf, gewann alle drei Partien (gegen Gegner mit DWZ von 1807, 2040 und 1991 alles andere als selbstverständlich) und schloss das Turnier mit 5,5 Punkten aus 7 Runden und seiner bislang besten Turnierleistung von 2143 ab. Vom Turniersieger Boder trennte ihn in der Abschlusstabelle ein Buchholz-Punkt, der Abstand zu den Dritten Michael Yankelevich (SG Trier) und Thomas Mühlpfordt (SC Lambsheim) beträgt 1,5 Punkte – nach nur 7 Runden eine „Ewigkeit“.

Weiterlesen …

Schachkongress 2019 – ein Rückblick

  Kommentieren
PSK 2019 - Sieger MTA mit Pfalzmeister Arkadi Syrov

Pfalzmeister 2019 Arkadi Syrov (rechts) mit dem Zweitplatzierten und Vorjahressieger Martin Heider (Mitte) und dem Drittplatzierten Roland Ollenberger.

Nach dem zurückliegenden Schachkongress gilt es ein Fazit zu ziehen: Aus sportlicher Sicht konnten einige unserer heimischen Spieler durchaus mit Erfolgen aufwarten. Da ist zunächst einmal der Jugendbereich. In der U8/U10–Klasse konnte Nick Brusius mit überragenden 9 aus 10 Punkten das Turnier gewinnen. In der Kategorie U12 hatte Elias Cullmann nach Feinwertung am Ende die Nase vorn, in der Schlussrunde konnte er keinen geringeren als Patrick Ehrlich bezwingen, der somit noch auf dem zweiten Platz landete. Jannis Ruhk belegte in der Gruppe der unter 14-jährigen den zweiten Platz, wobei er sich nur dem späteren Sieger Marc Haag (Ramstein-Miesenbach) geschlagen geben musste. In der Altersgruppe bis 16/18 Jahre belegte Arvid Kammann den geteilten ersten Platz. Glückwunsch an unsere erfolgreichen Jugendspieler sowie aber auch ein Dankeschön an jene hier nicht erwähnten Birkenfelder Teilnehmer.

Weiterlesen …

Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der Jugend 2019

  Kommentieren

Während für die Schachfreunde Birkenfeld das alles beherrschende Thema dieser Tage der 88. Schachkongress ist, steht für zwei unserer Jugendspieler ein anderes sportliches Highlight an: Vom 26. bis 30. April spielen die besten Nachwuchsspieler unseres Bundeslandes in Bad Ems ihre Meisterschaften aus. Aus Birkenfelder Sicht gilt das Interesse den Altersklassen U16 und U16w, wo Niklas Leyendecker und Katharina Bohrer um die Medaillenplätze mitspielen.

 

U16:
Da auf der Homepage der SJRP nicht die aktuellsten Wertungszahlen veröffentlicht sind, hier erst einmal die Setzliste: 1. Michael Yankelevich (SG Trier, DWZ 2101), 2. Jan Boder (SG Mörsdorf-Lahr, 2013), 3. Thomas Mühlpfordt (SC Lambsheim, 1920), 4. Luis Haller (SF Konz-Karthaus, 1892), 5. Niklas Leyendecker (1890), 6. Lukas Muths (SC Herxheim, 1862) vor weiteren 6 Spielern mit DWZ unter 1800.
Mit Paul Hinrichs (SK Bingen) fehlt ein möglicher Titelaspirant, die Favoritenrolle liegt klar bei Michael Yankelevich; ebenso klar scheint Jan Boder für Platz 2 favorisiert. Und doch ist bei 7 Runden Schweizer System vieles möglich, eine einzige Partie kann die Tabelle völlig durcheinanderwirbeln. Nach dem dritten Platz des Vorjahres in der U14 (hinter Hinrichs und Haller, punktgleich mit Boder) sollte für Niklas auch in der U16 ein Treppchenplatz möglich sein. Mit dem klaren Sieg bei der Pfalzmeisterschaft U16 hat er schon einmal ein Zeichen gesetzt.

Niklas bei seiner Partie gegen Lukas Muths auf der Pfalzmeisterschaft 2019

 

U16w:
Im Vergleich zu den Jungs ist das Feld der Mädchen nur halb so groß und auch die Zahl der Favoritinnen deutlich geringer. Die Setzliste führt Sophie Biermann (SF Konz-Karthaus, DWZ 1615) vor Quynh Trang La (SG Trier, 1534), Katharina Bohrer (1513) und Helena Dietz (SC Hagenbach, 1500) an. Da mit Qizhou Yue (SC Mutatuli Ingelheim, 1761) und Lena Kalina (SC Landskrone, 1605) zwei der stärksten Jugendspielerinnen unseres Landes in diesem Jahr noch U14 spielen, scheint in der U16 vieles möglich. Für Katharina, im Vorjahr Dritte der U14w, sprechen ihre große Erfahrung bei Titelkämpfen und vielleicht auch die Statistik: 2016 und 2017 wurde sie jeweils Rheinland-Pfalzmeisterin – vor Sophie Biermann, die allerdings im direkten Vergleich mit 2,5:0,5 führt. Die Pfalzmeisterschaft Anfang des Jahres war für Katharina eine klare Sache: 6 Partien, 6 Siege, 1,5 Punkte Vorsprung vor Vizemeisterin Helena Dietz.

Katharina gegen Helena Dietz bei der Pfalzmeisterschaft – die Neuauflage wird es in Bad Ems geben.

 

Der Schachkongress rückt näher

  Kommentieren

Seit Monaten arbeiten die Schachfreunde Birkenfeld auf den Beginn des 88. Pfälzer Schachkongresses hin, der am Donnerstag den 18. April nun endlich starten wird. Während man sich für eine diverse Anzahl von Turnieren im Vorfeld qualifizieren musste, besteht bei anderen Turnieren noch die Möglichkeit einer Anmeldung bei Turnierbeginn. Das gilt sowohl für das Hauptturnier, bei dem alle Spielberechtigten des Deutschen Schachbundes mitwirken dürfen, als auch für das Frauen- und Seniorenturnier. Nicht zu vergessen das am 25. April stattfindende Jugendturnier, bei dem sich die Jugendlichen in unterschiedlichen Altersklassen im Schnellschachmodus messen können. Das Turnier ist offen für alle organisierten und nichtorganisierten Jugendspieler. Eine weitere Besonderheit stellt das am 24. April anvisierte Firmenturnier dar, bei dem die Zugehörigkeit zu einem Schachclub keine Voraussetzung ist. Firmen dürfen hier Mannschaften mit jeweils vier Spielern bzw. Spielerinnen stellen. Obwohl sich schon einige Mannschaften gemeldet haben, hofft der Schachclub, dass sich die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften noch erhöhen wird. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt sein, schachinteressierte Zuschauer sind ebenfalls sehr willkommen. Spielort wird sein: Großsporthalle am Berg, Am Stadion, 55765 Birkenfeld. Weitere Informationen findet man auf: https://schachkongress2019.de

Willensakt in der letzten Runde

1 Kommentar

Am 24. März traten wir unseren Weg nach Eisenberg an, wo die diesjährige Zentralrunde der zweiten Pfalzliga West stattfinden sollte. Dabei erwartete uns kein geringerer Verein als der Ausrichter selbst und auch letztjähriger Mitaufsteiger TSG Eisenberg. Es sollte ein langer Kampf werden. Dabei stand der Wettkampf für uns zunächst unter keinem guten Stern, da es uns nicht gelungen war, einen Ersatzmann für unseren krankheitsbedingten Ausfall zu organisieren. Wir lagen also 0 zu 1 zurück. Da es nun aber auch die letzte Runde war und wir tabellenmäßig keine großen Sprünge mehr machen konnten. wurden die ersten Partien sehr schnell Remis gegeben. Den Remisreigen eröffnete Lena Mader, kurze Zeit später gesellte sich Werner Weller dazu. Beide hatten in ausgeglichener Stellung das Remisangebot ihrer Gegner angenommen. Gegen einen sehr starken 2000er schaffte auch Micha Porcher bald ein Remis, beide Seiten hatten lang rochiert, das Weiterspielen hätte Risiko erfordert, keiner wollte alle Brücken hinter sich abreißen. Auch Uwe Kendzior hatte es mit einem DWZstärkeren Gegner zu tun, schaffte aber auch ein Remis, wobei er in der Schlussstellung sogar besser stand. Uwes Stellung am Königsflügel sah bedrohlich aus, der Gegner hatte sich allerdings übernommen und musste wohl mit dem Remis zufrieden sein. Nach 3,5 Stunden lagen wir also immer noch zurück, drei Partien liefen noch. Rudolf Meier an Brett 7 schien auf der Siegesstraße, er jagte den gegnerischen König quer über das Feld. Irgendwie gelang es diesem aber, in ein Endspiel mit Minusbauern und ungleichfarbigen Läufern zu gelangen, das Rudolf am Ende – wenn auch zähneknirschend – ins Remis abwickeln musste. Inzwischen war die sechste Spielstunde angebrochen. Niklas hatte an Brett 2 schon früh einen Bauern gewonnen, sein Gegner spielte aber in der Folge mit großem Einfallsreichtum und brachte Niklas in arge Zeitnot. Irgendwie schaffte der es aber, den Mehrbauern ins Endspiel zu retten und zu verwerten. Es stand jetzt 3 zu 3. In der letzten Partie war es Mike Sidons Gegner gelungen, in einem Turmendspiel zwei verbundene Freibauern am Königsflügel zu kreieren. Mike hatte genau dieselben Bauern aber im Zentrum, und das mit Unterstützung des Königs. Ein Tempo-Rennen entstand. Die Kombination von König und zwei Bauern war aber so stark, dass Mike am Ende sogar seinen Turm für den übrig gebliebenen Freibauern des Gegners opfern konnte, um sich einen Zug später eine eigene Dame zu holen. Das entschied auch den Mannschaftskampf: 4,5 zu 3,5 gewonnen! Damit festigten wir auch den dritten Tabellenplatz und können als Aufsteiger sehr mit unserer Leistung zufrieden sein. Vielen Dank an alle Mitstreiter der Saison! Besonderer Dank gebührt auch noch unseren beiden Gastspielern Lena und Werner, die wir natürlich auch im nächsten Jahr wieder gern bei uns begrüßen würden.