2020/21 – Blick voraus auf eine ungewisse Saison

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Lena Mader bei der Offenen Deutschen Frauenmeisterschaft 2020 in Erlangen (Foto: privat)

An dieser Stelle könnte ein freudestrahlender Vorbericht auf die Saison 2020/21 stehen, voll von positiven Meldungen über hochmotivierte Birkenfelder Spieler, das Ziel, in der 2. Pfalzliga um die Meisterschaft mitzukämpfen, hoffnungsvolle Nachwuchstalente, bärenstarke Neuzugänge. Aber über allem schwebt die Ungewissheit, ob es diese Saison überhaupt geben wird. Ein normaler Spielbetrieb, soweit ist klar, wird wegen der Beschränkungen in Folge der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Auf der Mitgliederversammlung des Pfälzischen Schachbundes im September wurde ein Ersatz-Spielbetrieb mit Vierermannschaften beschlossen. Vierermannschaften erlauben eine Personenzahl unter 10 pro Wettkampf, was uns damals als ein sinnvoller Kompromiss erschien. Mittlerweile ist auch das wieder Makulatur, der Start des Spielbetriebes wurde nach hinten verschoben und die Sorge, ob überhaupt Züge auf echten Schachbrettern und nicht nur im Internet ausgeführt werden können, ist allerorten zu vernehmen. Und doch soll es im Folgenden um all das Positive geben, das in den letzten Wochen unserem Verein widerfahren ist. Kurz: Es geht um hoffnungsvolle Nachwuchstalente und bärenstarke Neuzugänge.

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Alles eine Frage der Chancenverwertung – Die Deutschen Jugendmeisterschaft U12 aus Trainersicht

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Unsere „Reisegruppe“ (v.l.n.r.): Milan Schneble, Alexander Ehrlich, Patrick Ehrlich, Mario Ziegler und David Schwarz (SK Zweibrücken)

„Alle Chancen ausgelassen. Dabei haben wir das im Training überhaupt nicht geübt.“ Dieses Bonmot des bosnischen Fußballtrainers Aleksandar Ristić fasst zusammen, wie es unseren Startern bei der deutschen Jugendmeisterschaft 2020 erging. Natürlich wurden nicht alle Chancen ausgelassen, und natürlich waren die Gegner stark, dennoch war mit Sicherheit sowohl für Milan Schneble als auch für Patrick Ehrlich mehr drin.
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Zwei Birkenfelder Starter bei der Deutschen Meisterschaft

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„DEM – Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaften. Dies ist die älteste Form der Deutschen Meisterschaften. Zuerst nur in der höheren Altersgruppen ausgerichtet, hat sich dieser Wettbewerb in den 80er und 90er Jahren zunehmend verjüngt. Heute richten wir nach Möglichkeit alle Turniere gleichzeitig an einem Ort aus. Dadurch entsteht mit etwa 500 Teilnehmern und mehreren hunderten Begleitern ein besonderes Erlebnis, das für die Jugendlichen und die Deutsche Schachjugend gleichermaßen den schachlichen Höhepunkt des Jahres bedeutet. Die Teilnehmer qualifizieren sich zum großen Teil aus den Landesverbänden. Hinzu kommen einige Freiplätze. Termin: Pfingstsamstag bis zum darauffolgenden Samstag eines jeden Jahres.“

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Mitteldeutsche Vereinsmeisterschaft 2020

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Die Mitteldeutsche Vereinsmeisterschaft im Schach stellt die Zwischenstufe zwischen der Rheinland-Pfalz- und der Deutschen Meisterschaft dar. Alljährlich treffen sich an wechselnden Orten die Vertreter des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen, um in mehreren Altersklassen die Qualifikationsplätze für die Deutsche Meisterschaft auszuspielen. Sehr kurzfristig erfuhr unser Verein, dass er dieses Jahres teilnehmen durfte. In Folge der Corona-Pandemie war die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft ausgefallen, so dass sich die Vereine direkt um die Startplätze bei der Mitteldeutschen Meisterschaft bewerben konnten. Dies taten wir zunächst ohne Erfolg, da aber andere Vereine kurzfristig zurückzogen, kamen wir doch noch in den Genuss der Teilnahme in der Altersklasse U14. Vielen Dank in diesem Zusammenhang an Elias Cullmann, Patrick Ehrlich, Zihao Wang und Leon Wollscheid, die sehr schnell ihre Teilnahme zusagten. Als Trainer hatte ich das Vergnügen (ja, überwiegend war es ein Vergnügen :-)) unsere Mannschaft zu betreuen.

Hätte es einen Preis für die originellste Maske gegeben, wäre Leon mit Sicherheit ein heißer Anwärter gewesen.

Austragungsort war die City Star Jugendherberge in Pirmasens, die Spielbedingungen waren – unter den gegebenen Bedingungen – hervorragend. Die Bretter waren großzügig auf mehrere Turnierräume verteilt, sodass zwar nicht alle Partien eines Matches im gleichen Raum ausgetragen wurden (und ich somit immer von Raum zu Raum wechseln musste), aber auf der anderen Seite die Spieler ungewöhnlich viel Platz hatten. Auch ansonsten wusste die brandneue Jugendherberge (eröffnet im April 2019) zu gefallen: Schöne Zimmer, eine gute Verpflegung, ein Spielplatz vor und einer im Haus. Das Organisationsteam (Mandy Kalina, Prof. Dr. Ludwig Peetz, Stefan Ritzheim, Mara Schlich und Marco Stegner – in alphabetischer Reihenfolge; ich hoffe, ich habe niemanden vergessen!) hat, soweit ich es beurteilen kann, großartige Arbeit geleistet.
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Herzlichen Glückwunsch an Joachim Stephan

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Die Schachfreunde Birkenfeld gratulieren ganz herzlich ihrem ältesten Mitglied Joachim Stephan, der am 23. August seinen 90. Geburtstag feierte – und nach wie vor im Turnierschach aktiv ist.

Joachim wurde 1930 in Lübben im Spreewald geboren. Sein erstes Punktspiel für die Schachfreunde Birkenfeld bestritt er am 26. November 1997, seither hat er in zahllosen Mannschaftskämpfen mitgewirkt. „Seine Zuverlässigkeit als Mannschaftskamerad war immer vorbildlich“, so der frühere Vereinsvorsitzende Helmut Knoll. Auch heute ist Joachim noch ein erfolgreicher Turnierspieler: In der vor Kurzem abgebrochenen Saison der Kreisliga verbuchte er stolze 4,5 Punkte aus 5 Partien und verbesserte seine DWZ noch einmal um 73 Punkte auf aktuell 1324. Das dürfte in diesem Alter eine rekordverdächtige Leistung darstellen, wie Joachim ohnehin der vermutlich älteste aktive Liga-Spieler des Landkreises sein dürfte.

Neben dem aktiven Schach war Joachim auch als Vereinsfunktionär sehr aktiv. In der Wiederaufbauphase unseres Vereins in den 90er Jahren war er maßgeblicher Motor, u.a. im Amt des Schatzmeisters. Im Jahre 2010 ernannte ihn unser Verein zum Ehrenmitglied. Anlässlich seines 90. Geburtstages ehrte ihn der Vorstand am 4.9. im Rahmen unseres Vereinsabends. Der 2. Vorsitzende Alexander Ehrlich überreichte ein Buchpräsent, Vereinsarchivar Michael Porcher eine gerahmte Fotocollage und eine Mappe mit Presseartikeln „aus alten Zeiten“.

Wir wünschen Joachim noch viele Jahre in Gesundheit und viele erfolgreiche Schachpartien!

 

Marcel Agné unterstützt die SF Birkenfeld als Gastspieler

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Noch ist unklar, wann die kommenden Saison in den pfälzischen Schachligen starten wird, doch die Schachfreunde Birkenfeld sind bei den Planungen für die 1. Mannschaft ein großes Stück weiter gekommen. Mit dem 19jährigen Marcel Agné (DWZ 1982) wird einer der vielversprechendsten Nachwuchsspieler der Pfalz den zweiten Gastspielerplatz neben IM Herbert Bastian einnehmen (Foto: privat).

Marcel erlernte das Schachspiel im Alter von 9 Jahren recht zufällig: Ein verstaubter Schachkoffer erregte sein Interesse, so dass sein Vater ihn in die Grundlagen des königlichen Spiels einführte. In der Folge konnte Marcel bereits als Jugendlicher einige große Erfolge feiern: Er wurde zweimal pfälzischer Jugendmeister und einmal Vizemeister von Rheinland-Pfalz. Doch sein bislang größter Erfolg gelang ihm ausgerechnet in Birkenfeld, wo er beim Schachkongress 2019 souverän mit 7 Punkten aus 8 Partien das Meister-Anwärterturnier gewann.
Marcels aktives Spielrecht liegt beim SC Thallichtenberg, der auch sein Stammverein ist. Zwischenzeitlich spielte er auch bei den Vereinen in Idar-Oberstein und Ramstein-Miesenbach, kehrte jedoch immer schnell zu seinem Heimatverein zurück. Das Passivspielrecht sieht er als gute Möglichkeit, weitere Spielpraxis zu sammeln und andere Vereine zu unterstützen. Da bereits aus vielen Turnieren und Mannschaftskämpfen gute Kontakte zu den Schachfreunden Birkenfeld bestanden, war Marcel sofort bereit, uns bei unserem Vorhaben, in der kommenden Saison um den Titel in der 2. Pfalzliga mitzuspielen, zu unterstützen.
Wir freuen uns sehr über diese große Verstärkung und wünschen Marcel viel Erfolg für die kommende Saison.