Mit zwei Mannschaften zur Schulschach-Landesmeisterschaft

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Die Teilnehmer der WKG-Meisterschaft, darunter 16 Kinder aus Tiefenstein.

Januar ist Schulschachzeit. In den verschiedenen Bezirken kämpfen die Schachmannschaften der Schulen um Titel und Pokale, nicht zuletzt aber um die Qualifikation für die Landesmeisterschaft. Mitten drin: Die Jugendspieler der Schachfreunde Birkenfeld.

Für die weiterführenden Schulen ging es am 23.1. in Trier zur Sache. In der Wertungsklasse (WK) II startete das Gymnasium an der Heinzenwies mit Niklas Leyendecker, Simon Rommelfanger und Marius Lang, ergänzt durch Dominic Bauer. Richtig: Da fehlen doch ein paar Namen! Wegen einer zeitgleich stattfindenden Skifreizeit konnten Emil Bleisinger, Katharina Bohrer und Jannis Ruhk ihre Schule diesmal nicht unterstützen. Es darf spekuliert werden, welches Ergebnis mit den dreien möglich gewesen wäre. So sprang mit 6:4 Punkten Platz 3 heraus, Sieger wurde das Gymnasium Konz vor dem Max Planck-Gymnasium Trier.

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Zwei Meisterschaften zu Jahresbeginn

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Unsere „Delegation“ in Bad Dürkheim

Das erste Highlight des neuen Jahres ist aus Sicht der pfälzischen Schachjugend die Meisterschaft der Altersklassen U12-U18. Dieses Turnier wird in der ersten Januarwoche ausgetragen und endet am Dreikönigstag, seit einigen Jahren ist der Austragungsort das Jugendhaus St. Christophorus in Bad Dürkheim. Wenige Tage nach diesem Event, am 12. Januar, kürte auch die Altersklasse U10 ihre Meister, diesmal in Frankenthal. Bei beiden Turnieren ging es nicht nur um Punkte, Pokale und Meisterehren, sondern auch um die Qualifikation zur Rheinland-Pfälzischen Jugendmeisterschaft, wo die besten pfälzischen Jugendlichen auf die Vertreter des Rheinlandes und von Rheinhessen treffen. Bei beiden Turnieren spielten die Nachwuchsspieler der Schachfreunde Birkenfeld eine wichtige Rolle, was einen etwas längeren Bericht rechtfertigt.

 

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Vereinsmeisterschaft und Auswahlturnier

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Im Februar startet die neue Vereinsmeisterschaft 2019. Gibt es wie im Vorjahr (durch Emil Bleisinger) einen Triumph der Jugend oder setzt sich diesmal einer der erfahrenen Teilnehmer durch? Hier die Ausschreibung: Ausschreibung Vereinsmeisterschaft 2019

Zusätzlich planen wir für dieses Jahr ein „Auswahlturnier“, also ein Rundenturnier aus maximal 10 Spielern, für das wir eine DWZ-Untergrenze von 1500 vorgesehen haben. Dieses Turnier ist ausdrücklich nicht als Konkurrenz zur Vereinsmeisterschaft gedacht, sondern als zusätzliches Angebot: Ausschreibung Auswahlturnier 2019

Ansprechpartner für die beiden Turniere sind Peter Lozar und Stephan Schoele. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und spannende Turniere!

 

Tolle Ergebnisse „zwischen den Tagen“

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Zwischen Weihnachten und Neujahr zog es einige Birkenfelder Schachfreunde zu den Turnieren in Nah und Fern. Dabei gab es einige beachtliche Resultate.

Beim 5. Frankenthaler Weihnachtsopen traten Anthony Hess und Peter Schmidt im C-Turnier an. Peter spielte ein solides Turnier und verbuchte mit 3,5 Punkten einen DWZ-Gewinn von 37 Punkten für sich. Zu seinen Gegnern gehörte auch die Fünftplatzierte der U10-Europameisterschaft 2018, Tamila Trunz (Godesberger SK), die er in der ersten Runde nach hartem Kampf besiegen konnte. „Es war unglaublich, wie sie mich unter Dauerbeschuss nahm. Ich hatte wirklich alle Hände voll zu tun“, so Peters Kommentar. Noch beeindruckender trumpfte Anthony auf. An Rang 19 gesetzt musste er sich lediglich dem späteren Turniersieger Jonathan Neo Santos-Müller (SC Ramstein-Miesenbach) beugen, gewann auf der anderen Seite 5 Partien bei einem Remis und belegte einen bärenstarken 3. Platz. Mit einem DWZ-Gewinn von 189 Punkten schoss er auf seine neue DWZ von 1374. Es spricht übrigens sehr für ihn, dass er bereits angekündigt hat, die Partien genauer untersuchen zu wollen, da er nach eigenem Gefühl mehrfach schlecht stand oder keine Ideen hatte – nur durch solch eine selbstkritische Haltung wird man wirklich gut! Hier die Endtabelle.

Katharina Bohrer nahm am 28. Erfurter Schachfestival teil. Ihre 3 Punkte aus 8 Runden sind absolut in Ordnung wenn man sich vor Augen hält, dass alle Gegner eine höhere Wertungszahl als sie selbst haben. Dies zeigt auch ihr DWZ-Gewinn von 22 Punkten, der optimistisch für die anstehende Pfalzmeisterschaft stimmt. Alle Ergebnisse auf Chess Results.

Beim 35. Internationalen Böblinger Open gingen Werner Weller und Lena Mader an den Start. Leider lief es bei Werner nicht gut, er schied nach 5 Runden mit 1,5 Punkten aus. Dafür gelang Lena, die ohnehin in den letzten Monaten in bestechender Form spielt, ein tolles Ergebnis, nach dem es zu Beginn gar nicht aussah: Der Start verlief ausgesprochen durchwachsen, nach 4 Runden stand sie mit 2 Punkten auf Rang 73. Doch in der zweiten Turnierhälfte drehte sie mächtig auf, gewann alle 5 Partien und sicherte sich mit 7 Punkten Platz 6 unter 134 Spielern sowie den Preis für die beste Frau des Turniers. In dieser Sonderwertung gelang es ihr, die bis zur 7. Runde führende Russin Tatiana Velichko noch abzufangen. Zudem konnte auch sie einen großen DWZ-Gewinn von 50 Punkten verbuchen. Hier das Endresultat.

Pfälzische Jugendeinzelmeisterschaft 2019 – Ein Vorbericht

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Traditionell versammelt sich in der ersten Januarwoche des neuen Jahres die Elite der pfälzischen Jugendspieler, um ihre Meister auszuspielen. Neben Titeln und Trophäen geht es auch um die Qualifikation für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, wo man auf die Vertreter des Rheinlandes und von Rheinhessen trifft. Am bevorstehenden Turnier, das wie in den Vorjahren im Jugendhaus St. Christophorus in Bad Dürkheim ausgetragen werden wird, nehmen 7 Vertreter unseres Vereins teil, einige davon mit Medaillenchancen. Grund genug für einen kurzen Überblick über die einzelnen Altersklassen mit Birkenfelder Beteiligung.

 

U12: Insgesamt 16 Teilnehmer

Zihao Wang (DWZ 806) qualifizierte sich durch einen 4. Platz bei der Bezirksmeisterschaft. Für ihn ist die Pfalzmeisterschaft das erste „große“ Turnier, wo erst einmal im Vordergrund steht, Erfahrungen zu sammeln. Doch hat er bereits gezeigt, dass er an guten Tagen auch stärker eingeschätzte Gegner ärgern kann. Bei Patrick Ehrlich (DWZ 1263) und Elias Cullmann (DWZ 1244) sind die Ansprüche ganz andere: Hinter DWZ-Favorit Michael Schreidl (SK Frankenthal, DWZ 1516) an 2 und 3 gesetzt muss das Ziel für beide lauten, um die Medaillenplätze mitzuspielen. Die härtesten Kontrahenten sind voraussichtlich Mirco Friedhoff (DWZ 1221) und Milan Schneble (DWZ 1121), beide SC Bann, und Jonas Kaufhold (DWZ 1130, TSG Eisenberg).

Elias in seiner Partie gegen Michael Schreidl bei der Pfalzmeisterschaft 2018

 

U16: Insgesamt 10 Teilnehmer

Simon Rommelfanger kratzt nach einer starken Vereinsmeisterschaft mittlerweile an der DWZ-Grenze von 1400. Wenn er diese Form ins neue Jahr hinüberretten kann, ist er in Bad Dürkheim für die eine oder andere Überraschung gut. Unsere beiden anderen Starter gehen mit dem klaren Ziel ins Turnier, um den Meistertitel mitzuspielen. Dies gilt in noch höherem Maße für Niklas Leyendecker (DWZ 1844), der nach den Titeln 2017 und 2018 den Hattrick schaffen kann. Emil Bleisinger (DWZ 1788) blickt auf ein herausragendes Jahr 2018 zurück, gekrönt durch die Meisterschaft unseres Vereins. Neben Niklas und Lukas Muths (DWZ 1833, SC Herxheim) ist er einer der großen Titelfavoriten, wobei das Teilnehmerfeld nicht ungefährlich ist: Sowohl Hagen Lommel (DWZ 1636, TSG Eisenberg) als auch Josua Scherer (DWZ 1591, SC Bann) können auf vordere Plätze bei den Meisterschaften der letzten Jahren verweisen und sind sehr ernst zu nehmen. Interessant ist, dass das Turnier U16 sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen deutlich stärker besetzt ist als die U18.

Bei der letzten Pfalzmeisterschaft entschied Niklas das Duell gegen Emil für sich. Auch 2019 könnte dies eine Schlüsselpartie werden.

 

U16w: Insgesamt 3 Teilnehmerinnen, wird zusammen mit der U18w ausgetragen

Von der Papierform her hat Katharina Bohrer die größte Titelchance unserer Starter. Die Pfalzmeisterin der Jahre 2016 und 2017 spielte zuletzt ein solides Turnier in Erfurt (3 Punkte aus 8 Partien, allerdings gegen 8 stärkere Gegner), besitzt die höchste DWZ (1524) und verfügt mit Sicherheit über die meiste Erfahrung im Feld der jungen Damen. Ihre Gegnerinnen in der Altersklasse U16w sind Helena Dietz (SC Hagenbach, DWZ 1488) und Samira Schotthöfer (SC Schifferstadt, DWZ 1335). Dass es trotz der Favoritenrolle kein Spaziergang für Katharina werden wird, zeigen die Resultate der beide: Helena verbesserte ihre DWZ bei ihrem letzten Auftritt beim Nibelungenopen in Worms um stolze 120 Punkte, Samira geht als Titelverteidigerin ins Rennen und beendete die letzte gemeinsame Pfalzmeisterschaft 2017 punktgleich mit Katharina, die sich erst danach in einem nervenaufreibenden Stichkampf mit 3:1 durchsetzte.

Das letzte Aufeinandertreffen von Katharina, Helena (mit den schwarzen Steinen) und Samira (daneben) gab es bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft 2017. Damals blieb Katharina siegreich – ein gutes Omen?

Deutsche Frauen-Blitzmeisterschaft in Bamberg

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Foto: Wolfgang Fiedler

Der traditionsreiche SC 1868 Bamberg gehörte lange Jahre zu den Top-Adressen des deutschen Schachs. 1966, 1976 und 1977 gewann der Verein aus Franken die deutsche Meisterschaft mit den Spitzenspielern GM Lothar Schmid und GM Dr. Helmut Pfleger, 1983/84 zudem den deutschen Mannschaftspokal. Diese großen Zeiten sind mittlerweile vorbei, die erste Mannschaft des SC Bamberg spielt heute in der Landesliga Bayern, doch bot das 150jährige Jubiläum eine willkommene Gelegenheit, der großen Vergangenheit zu gedenken. 2018 erschien eine aufwändige Chronik des Vereins („Das Haar muss ziehen!“. 150 Jahre Schachclub 1868 Bamberg: Chronik – Anekdoten – Partien – Probleme, herausgegeben von Bernhard Schmid und Günter Lossa), und anlässlich des Vereinsjubiläums richtete der Verein auch die diesjährige deutsche Blitzmeisterschaft der Männer und Frauen aus. Im Frauenturnier vertrat Lena Mader (SC Ramstein-Miesenbach, Gastspielerin bei den SF Birkenfeld) den Schachbund Rheinland-Pfalz.

Dass es im Feld der 20 Spielerinnen schwer werden würde, verriet bereits ein Blick auf die Meldeliste, die von zwei Großmeisterinnen (der aktuellen Nationalspielerin Judith Fuchs sowie der früheren Nationalspielerin Marta Michna) und vier Internationalen Meisterinnen angeführt wurde. Lena startete dennoch gut mit 1,5 Punkten aus den ersten beiden Runden, leider kamen danach nur noch 3,5 Zähler dazu, was Platz 17 bedeutete. Das wertvollste Remis gelang Lena gegen die frühere Meisterin (1981 und 1983) und langjährige Nationalspielerin der DDR, WIM Annett Wagner-Michel.

Übrigens spricht es für die Motivation von Lena und von Werner Weller, der sie in Bamberg begleitete, dass sie nach der Siegerehrung um 21 Uhr die Heimreise nach Rheinland-Pfalz antraten, um am kommenden Morgen für Ramstein-Miesenbach einen Mannschaftkampf zu bestreiten.

Turnierseite des DSB mit allen Ergebnissen, weiteren Bildern und einem Video