Saisonfinale in der Frauen-Regionalliga

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Katharina in ihrer Partie gegen Vanessa Hiller.

Nichts zu holen gab es für unsere Frauenmannschaft in den letzten beiden Saisonspielen gegen die beiden Vertretungen des SK Gernsheim (Hessen). Die Personalprobleme, die sich wie ein roter Faden durch diese Saison ziehen, schlugen auch in diesen beiden Wettkämpfen noch einmal zu Buche. Gegen Gernsheim II musste unsere Mannschaft zu dritt antreten und konnte diesen Rückstand nie aufholen. Nach sehr unglücklichem Spielverlauf erzielte lediglich Sabine Ziegler ein Remis an Brett 2, während Katharina Bohrer und Theresia Rommelfanger verloren.

Noch härter traf es uns in der letzten Runde, wo wir gegen den Tabellenführer Gernsheim I sogar gleich zwei Bretter kampflos abgeben mussten. An einen Mannschaftspunkt war somit nicht zu denken, es ging lediglich um ein achtbares Ergebnis gegen die in Bestbesetzung angetretenen Gäste. Dieser kleine Erfolg gelang. Zwar musste Svenja Mayer an Brett 3 gegen die gegnerische Mannschaftsführerin Manon Müller (DWZ 1692) die Segel streichen, aber Katharina setzte an Brett 4 ein Ausrufezeichen. Gegen Vanessa Hiller (DWZ 1652) kam es nach 27 Zügen zu folgender Stellung:

Schwarz hat gerade auf b4 einen Bauern gewonnen, aber Weiß (Katharina) hat starke Initiative dafür. Es ist sehr beachtlich, wie dieser Angriff in den folgenden Zügen immer mehr an Kraft gewinnt. Natürlich gab es stärkere Verteidigungsmöglichkeiten als die in Partie gezeigten, aber sie sind schwer zu finden, selbst für eine routinierte Spielerin mit über 1600 DWZ.

28.Te5 Dd6 29.Td1 Db6 30.Ld4 Dc6 31.Tg5 a5

31…Txg5 32.Dxg5 Dd7 (32…Dc7 33.Dd5+ nebst Gewinn des Be4) 33.De5 ist für Schwarz ebenfalls alles andere als angenehm.

32.f5 Txg5?!

Hier hätte die Partie eine entscheidende Wendung nehmen können, vorausgesetzt Schwarz findet die Fortsetzung 32…Dc2! 33.Tf1 (33.fxg6?? Df2+ 34.Kh1 Df1+ 35.Txf1 Txf1#) 33…Lc3! 34.Txg6 (34.fxg6?? Txf1+ 35.Kxf1 Dc1+ 36.Kf2 De1#) 34…hxg6 35.Dxg6 Lxd4 36.exd4 Dc4. Der weiße Angriff ist beendet und die Freibauern der Schwarzen können leicht den Tag entscheiden. Es ist aber offenkundig, dass weder 32…Dc2 noch 33…Lc3 auf der Hand liegen.

33.Dxg5 Dh6 34.Dg4 Te8 35.f6 g6??

Danach gewinnt Weiß forciert – entweder durch Matt, oder, wie in der Partie, durch entscheidenden Materialgewinn. 35…Dg6 war der einzige Zug: 36.Dd7 (36.Dxg6?! hxg6 37.fxg7 b5 mit besserem Spiel für Schwarz) 36…Df7 37.Db5 Td8 (37…gxf6 38.Lxf6 gibt Weiß etwas bessere Karten als 37…Td8, z.B. nach 39.Tf1.) 38.fxg7 Dd5=.

36.Tf1

36.f7+ Kxf7 37.Dd7+ Te7 38.Tf1+ Kg8 39.Dd5+ Tf7 40.Dxf7# ist der etwas schnellere Weg.

36…Tf8 37.De6+ Tf7 38.Tc1!

Viel stärker als der Bauerngewinn auf e4.

38…g5 39.Tc8+ Lf8 40.Lc5 1–0

40.Lc5 Dxf6 41.Txf8+ Kg7 42.Ld4+–

 

Die Saison 2016/17 ist somit Geschichte. Sportlich sind wir abgestiegen, aber die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass kaum neue Mannschaften für die Regionalligen gemeldet werden, die ihrerseits oft nicht einmal mit der vorgesehenen Mannschaftszahl besetzt sind. Im Klartext: Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch 2017/18 unseren Frauen wieder möglich sein, in der Regionalliga zu starten. Um einen ähnlich unglücklichen Saisonverlauf wie 2016/17 zu vermeiden, wurden die Planungen bereits aufgenommen. Wer also Interesse daran hat, in der Regionalliga (immerhin 3. Bundesliga!) gegen Vereine und Gegnerinnen anzutreten, die man im normalen Spielbetrieb nie zu Gesicht bekommen wird, ist herzlich eingeladen, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

 

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