PLAYOFFS

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Niklas und die Schachuhr waren nicht immer beste Freunde in der letzten Runde der DSOL, aber am Ende gelang unserem Nachwuchstalent der entscheidende Sieg gegen Weißensee.

Mit dem SC Weißensee – einer Mannschaft aus Berlin –  präsentierte sich der bisherige Tabellenzweite bei unseren heimischen Birkenfeldern. Nur der Sieger konnte sich für die Playoffs qualifizieren, sodass ein harter Kampf zu erwarten war. Dass es am Ende ein klarer Sieg wurde, war sehr schonend für das Nervenkostüm und so naürlich nicht zu erwarten. Der Berichterstatter Mike Sidon hatte an Brett 3 sehr schnell das ambitionierte Spiel seines Gegners Gegners Hagen Jurkatis (DWZ 1897) in die Schranken gewiesen und sich eine Gewinnstellung erarbeitet, als ihn plötzlich der mannschaftsinterne Ruf ereilte, Remis anzubieten, da zwei weitere Spieler gewinnen würden. Da man im Schach nie weiß, nahm er das Remis an, um aber anschließend verwundert festzustellen, dass seine eigene Stellung doch viel klarer nach Gewinn aussah als die beiden vermeintlichen Siegpartien. Dennoch war aber die Einschätzung korrekt gewesen, da wenig später Tim Biehl an Brett 4 seine Partie gewinnen konnte. Sein Gegner Frank Strobel (DWZ 1782) spielte die Eröffnung zu ungenau und schwächte seine Position in der Folge so sehr, dass Tim sich mit seinen Springern nach Belieben in die gegnerische Stellung einnisten konnte. Hinzu kam, dass er sogar seinen normalerweise problematischen Läufer gegen den aktiven seines Gegners tauschen konnte.

Bald danach konnte Niklas seine Partie ebenfalls gewinnen. Dabei hatte er aber auch bange Momente zu überstehen, denn die Verbindung zu seiner Partie riss kurz nach der Eröffnungsphase für ungefähr 10 Minuten ab, verstreichende Zeit, die ihm eigentlich nachher hätte wieder abgezogen werden müssen. Das stellte aber zu seinem Schrecken plötzlich sein Mannschaftskollege Tim Biehl fest, der auf einmal 10 Minuten weniger auf der Uhr hatte, sein komfortabler Zeitvorsprung war weggebrochen. Errare humanum est – zum Glück wurde dieser Fehler von den Organisatoren bald wieder korrigiert. Ein lustiger Gedanke bleibt aber: Wenn es doch auch im Leben so einfach wäre, Zeit zu nehmen oder zu geben, je nach Bedürfnissen! Niklas jedenfalls ging mit einem Mehrbauern aus der Eröffnungsphase hervor und da sein Gegner Matthias Ahlberg (DWZ 2082) nun ja auch gewinnen musste, überzog der Berliner sicherlich auch seine Stellung, sodass wir noch vor der letzten Partie mit 2,5 zu 0,5 uneinholbar vorn lagen. Marcel verwertete als Letzter seinen großen Vorteil problemlos. Der König des Gegners Mario Ahlberg (DWZ 1932) war in der Mitte stecken geblieben, zudem konnten sich die Figuren des Berliners kaum bewegen. Marcel wickelte in ein Endspiel ab, wo er mit Springer und König zwar auf eine Bauernphalanx stieß, diese aber problemlos aushebeln konnte. Endstand: 3,5 : 0,5. Aus vier Gruppen sind nun acht Mannschaften übrig geblieben, es wartet das Viertelfinale.

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