Willensakt in der letzten Runde

1 Kommentar

Am 24. März traten wir unseren Weg nach Eisenberg an, wo die diesjährige Zentralrunde der zweiten Pfalzliga West stattfinden sollte. Dabei erwartete uns kein geringerer Verein als der Ausrichter selbst und auch letztjähriger Mitaufsteiger TSG Eisenberg. Es sollte ein langer Kampf werden. Dabei stand der Wettkampf für uns zunächst unter keinem guten Stern, da es uns nicht gelungen war, einen Ersatzmann für unseren krankheitsbedingten Ausfall zu organisieren. Wir lagen also 0 zu 1 zurück. Da es nun aber auch die letzte Runde war und wir tabellenmäßig keine großen Sprünge mehr machen konnten. wurden die ersten Partien sehr schnell Remis gegeben. Den Remisreigen eröffnete Lena Mader, kurze Zeit später gesellte sich Werner Weller dazu. Beide hatten in ausgeglichener Stellung das Remisangebot ihrer Gegner angenommen. Gegen einen sehr starken 2000er schaffte auch Micha Porcher bald ein Remis, beide Seiten hatten lang rochiert, das Weiterspielen hätte Risiko erfordert, keiner wollte alle Brücken hinter sich abreißen. Auch Uwe Kendzior hatte es mit einem DWZstärkeren Gegner zu tun, schaffte aber auch ein Remis, wobei er in der Schlussstellung sogar besser stand. Uwes Stellung am Königsflügel sah bedrohlich aus, der Gegner hatte sich allerdings übernommen und musste wohl mit dem Remis zufrieden sein. Nach 3,5 Stunden lagen wir also immer noch zurück, drei Partien liefen noch. Rudolf Meier an Brett 7 schien auf der Siegesstraße, er jagte den gegnerischen König quer über das Feld. Irgendwie gelang es diesem aber, in ein Endspiel mit Minusbauern und ungleichfarbigen Läufern zu gelangen, das Rudolf am Ende – wenn auch zähneknirschend – ins Remis abwickeln musste. Inzwischen war die sechste Spielstunde angebrochen. Niklas hatte an Brett 2 schon früh einen Bauern gewonnen, sein Gegner spielte aber in der Folge mit großem Einfallsreichtum und brachte Niklas in arge Zeitnot. Irgendwie schaffte der es aber, den Mehrbauern ins Endspiel zu retten und zu verwerten. Es stand jetzt 3 zu 3. In der letzten Partie war es Mike Sidons Gegner gelungen, in einem Turmendspiel zwei verbundene Freibauern am Königsflügel zu kreieren. Mike hatte genau dieselben Bauern aber im Zentrum, und das mit Unterstützung des Königs. Ein Tempo-Rennen entstand. Die Kombination von König und zwei Bauern war aber so stark, dass Mike am Ende sogar seinen Turm für den übrig gebliebenen Freibauern des Gegners opfern konnte, um sich einen Zug später eine eigene Dame zu holen. Das entschied auch den Mannschaftskampf: 4,5 zu 3,5 gewonnen! Damit festigten wir auch den dritten Tabellenplatz und können als Aufsteiger sehr mit unserer Leistung zufrieden sein. Vielen Dank an alle Mitstreiter der Saison! Besonderer Dank gebührt auch noch unseren beiden Gastspielern Lena und Werner, die wir natürlich auch im nächsten Jahr wieder gern bei uns begrüßen würden.

1 Antwort zu “Willensakt in der letzten Runde”


  1. avatar Rudolf Meier

    Die SF Birkenfeld I spielten erstmals in der 2. Pfalzliga West und erreichten mit 12 MP und 37,5 Brt. Pkt. einen hervorragenden 3. Platz. Die ersten 4 Bretter
    Mike, Niklas, Maximilian, Ernst (Lena, Werner) hatten immer besonders starke Gegner und erzielten 17 Brt. Pkt, die zweite Hälfte Lena, Werner, Rudolf, Uwe, sieben Mal verstärkt durch die SF Bir II mit Mario, Emil, Katharina, Peter steuerten 20,5 Brett dazu. Die Spielgemeinschaft mit SC Ramstein-Miesenbach II (Lena und Werner) hat sich bewährt!
    Mir ist aufgefallen: Es wurde an allen Brettern konzentriert gekämpft. Wer unglücklich verlor, wurde durch Verständnis und Kameradschaft wieder aufgebaut.
    Die Verantwortlichen Mario als 1. Vorsitzender, die Mann- schaftsführer Ernst und Mike, der auch stets schnell, treffend und interessant berichtete, haben wesentlich zum Erfolg beigetragen. Als Senior: Meine herzlichste Gratulation! Rudi Meier