PJEM 2022 in Bad Dürkheim – Der Vorbericht

geschlossen

Endlich wieder Pfalzmeisterschaft! War im Vorjahr das wichtigste pfälzische Einzel-Jugendturnier der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, so werden in diesem Jahr 62 der besten Nachwuchsspieler unseres Landesverbands im Jugendhaus St. Christophorus in Bad Dürkheim um Titel, Pokale und nicht zuletzt die Qualifikation für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft streiten. Der Termin 21.-25.2. ist ungewöhnlich, aber den Schulferien diesen Jahres geschuldet, die den traditionellen Termin nach Neujahr nicht zuließen. Aus meiner Sicht ist die Teilnehmerzahl „minus-rekordverdächtig“, doch genügt der Blick auf die Inzidenzen als Begründung für ein Fernbleiben. Schade ist der Umstand dennoch, zumal auch einige der Topspieler ihrer Altersklassen fehlen.

Was ist aus Birkenfelder Sicht zu erwarten – oder zu erhoffen? Zunächst einmal ist die Anzahl an Teilnehmern erfreulich. Nicht weniger als 11 waren nominiert worden, von denen sich die meisten über ein Onlineturnier Ende Januar qualifizierten. Letztlich werden 8 Spieler aus unserem Verein die Reise nach Bad Dürkheim antreten.

U12 (18 Teilnehmer):

Die „Königsklasse“ – ja wirklich! Mit 17 Teilnehmern ist die U12 das zahlenmäßig größte Turnier und es ist zudem bärenstark besetzt. Der Sieg wird wohl nur über die Spieler der SG Kaiserslautern gehen, die mit Levent Klein (DWZ 1337), Jonas Arne (1242) und Deniz Klein (1136) die Nummern 1, 2 und 4 der Setzliste stellen. Titelchancen haben jedoch auch Samuel Lang (Landau, 1152) sowie besonders Nicolas Wagener (Limburgerhof, 1111), vor Monatsfrist souveräner Sieger der Pfalzmeisterschaft U10.

Aus unserem Verein nimmt Fynn Didas (Foto: Helmut Knoll) an der Meisterschaft teil. Fynn hat schon mehrfach gezeigt, dass seine DWZ von 787 bei Weitem nicht mehr seiner Spielstärke entspricht, und mit einem 5. Platz beim Online-Nominierungsturnier konnte er bereits ein Ausrufezeichen setzen. Ein guter Mittelfeldplatz sollte ohne Weiteres möglich sein.

 

U14 (12 Teilnehmer):

Nur 12 Teilnehmer, aber auch in diesem Turnier ist die Spitze der pfälzischen Rangliste geschlossen vertreten: Michael Schreidl (Frankenthal, DWZ 1623), Milan Schneble (Birkenfeld, 1450), David Schwarz (Zweibrücken, 1406), David Schaser (Weilerbach, 1356) und Patrick Ehrlich (Birkenfeld, 1330; Foto: Helmut Knoll). Wir haben also zwei heiße Eisen im Feuer, sodass zumindest eine Platzierung unter den ersten 3 eigentlich Pflicht ist. Ob mehr möglich ist, also etwa die Wiederholung des Titelgewinns von Milan vor zwei Jahren, hängt sehr stark von der Tagesform der beteiligten Spieler ab.

 

U16 (13 Teilnehmer):

Das erste Turnier, bei dem namhafte Spieler fehlen. Mit Ibrahim Halabi und Ilias Probst vermisst man die Nummern 1 und 4 der pfälzischen Rangliste bei der Meisterschaft. So kommt die Favoritenrolle den beiden Schifferstädtern Wadim Heß (DWZ 1696) und Tamir Chromey (1628) zu. Unsere Spieler Zihao Wang (1433; Foto: Helmut Knoll), Elias Cullmann (1355) und Mirco Friedhoff (1111) sind im Mittelfeld gesetzt, aber wie wenig dies besagt zeigen die beiden dritten Plätze von Elias bei den Meisterschaften der Jahre 2019 und 2020. Besonders drücken wir Mirco die Daumen, der in Bad Dürkheim sein erstes offizielles Turnier für die Schachfreunde Birkenfeld nach seinem Wechsel aus Bann bestreiten wird.

 

U18 (11 Teilnehmer):

Emil Bleisinger gegen Wadim Heß. Diese Partie kam bei einem Mannschaftskampf der 1. Pfalzliga zustande. Bei der PJEM spielen sie in unterschiedlichen Altersklassen, kämpfen aber beide um den Titel.

Dieses Turnier ist in der Spitze ordentlich besetzt, allerdings nicht in der Breite. Zwar fehlt mit David Musiolik die klare Nummer 1 der pfälzischen Rangliste, doch versprechen die Nummern 2 (Lukas Muths, Frankenthal, DWZ 1949), 3 (Niklas Leyendecker, Birkenfeld, 1900), 4 (Josua Scherer, Erfenbach, 1880) und 6 (Emil Bleisinger, Birkenfeld, 1811) einen spannenden Titelkampf mit guten Chancen für unsere beiden Starter. Was jedoch nachdenklich stimmt ist, dass danach eine große Lücke klafft und der nächststärkste Spieler Paul Auer (Haßloch) nur noch die Ranglistennummer 13 in der Pfalz einnimmt. So spricht sehr viel dafür, dass die vier topgesetzten Spieler den Titel unter sich ausmachen werden, was immerhin mindestens einen Podestplatz für unseren Verein erwarten lässt. Doch aus sportlicher Sicht wäre es natürlich sehr wünschenswert, wenn noch der eine oder andere Mitfavorit seinen Hut in den Ring geworfen hätte.

 

Als Besonderheit wird es in diesem Jahr übrigens keine separaten Mädchenturniere geben. Die lediglich 8 teilnehmenden Mädchen (auch dies vermutlich ein Negativrekord) werden in den jeweiligen Altersklassen der Jungs mitspielen, aber natürlich am Ende getrennt gewertet werden.

 

Informationen über das Turnier sind auf der Homepage der Pfälzischen Schachjugend zu finden.

Zurzeit keine Kommentare möglich.