Der Favoritenrolle gerecht geworden!

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Online-Schach macht es möglich. Am gestrigen Freitag trafen wir wieder einmal auf eine Mannschaft, die man im normalen Spielbetrieb nie zu Gesicht bekommen würde. Mit dem SF Gern 1 empfingen wir eine Mannschaft, die Stadtviertel der bayrischen Landeshauptstadt München ist. Hätte es jemand gewusst? Gern wird dabei das erste Mal 1025 urkundlich erwähnt. Dabei waren die Bayern nicht besonders gut in die Online-Saison gestartet, sodass die Favoritenrolle bei uns lag. Sehr schnell (nach 16 Zügen) sorgte dabei der Berichterstatter Mike Sidon für die Führung. Einen Entwicklungsrückstand seines Gegners Volker Schober (DWZ 1927) konnte Mike früh ausnutzen, im entstehenden Mittelspiel hätte sich sein Gegner mit Minusqualität und schlechterer Stellung wiedergefunden. Aufgabe.

Ungefähr 30 Minuten später erhöhte Tim Biehl auf 2 zu 0. In einer noch lange theoretischen Stellung ließ Tims Gegner Martin Lange (DWZ 1732) durch einen zweifelhaften Läuferzug plötzlich brandgefährlichen Königsangriff des Birkenfelders zu, sodass sich Tim einmal sogar lange Zeit ließ, dem gut aussehenden Läuferopfer auf h7 zu widerstehen. Aber auch ohne Opfer fiel die Stellung des Müncheners bald zusammen. Marcel Agné alias „opening fanatic“ machte seinem Namen wieder alle Ehre (:-) und musste in der Eröffnung und im folgenden Mittelspiel schwer leiden. Er hatte es an Brett 1 mit Elias Pougin (DWZ 1807) zu tun. Pougin dominierte den Damenflügel komplett, schob all seine Bauern vor und ging bald mit einem gesunden Mehrbauern aus diversen Abtäuschen hervor. Als es scheinbar nur noch darum ging, diesen auch in Bewegung zu setzen, nahm Marcel ihm – unter Qualitätsopfer – seinen schwarzfedrigen Läufer und dominierte plötzlich auf den schwarzen Feldern. Und gemessen am Spielverlauf drohte Marcel bald wie aus dem Nichts Matt auf h2.  Das verband er mit einem Remisangebot, worüber sein Gegner lange nachdachte und wohl auch wie Marcel feststellen musste, dass er sich bereits in einer Verluststellung befand. Verluststellung hin oder her, im Schach weiß man nie, sodass Marcel das Remis mitnahm, um den Mannschaftssieg abzusichern. Am längsten spielte Lena Mader an Brett 4 gegen Alexander Büchel (DWZ 1000). Dabei dominierte der Gegner mit seinem gewaltigen Bauernzentrum zwar lange Zeit die Mitte des Brettes, konnte sich aber keinen ernsthaften Vorteil erspielen. Fast schien die Partie sogar noch zugunsten von Lena zu kippen, denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwächte der Mann aus Gern wichtige Felder, die Lena mit ihren Figuren besetzen konnte. Irgendwie hielt er die Stellung aber doch noch zusammen, sodass Lena mit ihrem Remis den 3 zu 1 Endstand herstellte. Damit belegen wir nun mit 8 zu 2 Punkten den zweiten Platz der Tabelle. Unser nächstes Spiel ist am Montag, den 15.03. beim SC Diogenes.

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