Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der Frauen

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Noch (?) eine klare Sache war die Spitzenpartie zwischen Julia und Katharina.

Erst sechs, dann vier, dann zehn – das ist die Anzahl der Teilnehmerinnen bei den Frauen-Einzelmeisterschaften der Jahre 2015, 2016 und 2017 (die ersten beiden wurden gemeinsam mit dem Saarland ausgetragen). Auch dieses Jahr verleitete die Beteiligung nicht zu Jubelstürmen, aber eine deutliche Steigerung war erkennbar – immerhin schon einmal eine zweistellige Teilnehmerzahl!

Die Spielbedingungen in der Alten Schule waren wie immer tadellos (danke in diesem Zusammenhang an Heike Bohrer, die drei Tage lang den Verkauf organisierte). Am dritten Tag wurden wir durch das benachbarte Kirchweih-Fest durchgängig mit Musik versorgt, was für die meisten Schachspieler etwas gewöhnungsbedürftig war.

Das Vereinsduell Katharina gegen Sabine endete – unter den wachsamen Augen von Katharinas Maskottchen Yoshi – remis.

Aber natürlich waren die Bedingungen für alle gleich. Beschwerden gab es keine, wie ohnehin das Turnier äußerst fair und harmonisch ablief. Bei meiner ersten Turnierleitung seit etlichen Jahren hatte ich so außer der Auslosung der Runden nicht viel zu tun.

Sportlich waren die Rollen klar verteilt. Eindeutige Favoritin war die Zweitbundesligaspielerin Julia Krasnopeyeva aus Mainz (DWZ 1870) mit mehr als 400 DWZ-Punkten Vorsprung auf Christina Marx (Koblenz, 1432) und Katharina Bohrer (1415). Diese drei belegten am Ende auch die „Podestplätze“, wobei echte Spannung um den Turniersieg nicht aufkommen wollte. Zu souverän holte Julia ihre Punkte, und dass sie nach jeder Partie das starke Spiel ihrer Gegnerinnen lobte und betonte, auch sie würde viele Fehler machen, war wohl Understatement auf hohem Niveau.

FEM 2017_Sonila

Sonila Amanzada gewann bei ihrem ersten Turnier – einer Landesmeisterschaft – zwei von fünf Partien.

Erfreulich aus Birkenfelder Sicht war die Teilnahme von fünf eigenen Spielerinnen – wann hat es das bei einem Frauenturnier in Rheinland-Pfalz zuletzt gegeben? Das beste Ergebnis erzielte Katharina mit 3,5 Punkten und Platz 2 – das nächste Ausrufezeichen in ihrer nach wie vor jungen Karriere.

Mit einem halben Punkt weniger kam Sabine Ziegler ins Ziel. Sehr erfreulich waren die beiden Punkte von Sonila Amanzada in ihrem ersten „richtigen“ Turnier – Glückwunsch zu diesem starken Ergebnis! Ihre Schwester Tamana spielte wie gewohnt sehr phantasievoll, und auch wenn diesmal nicht alles gelang, hat mir ihr Spiel wieder einmal sehr gefallen. Wenn zu den tollen taktischen Einfällen noch mehr Wissen und Erfahrung kommen, wird sie noch viele Erfolge feiern können.

 

Alle Ergebnisse und die Abschlusstabelle sind in unserem Ergebnisbereich einzusehen.

 

Das traditionelle Gruppenbild auf der Treppe der Alten Schule.

 

1 Antwort zu “Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der Frauen”


  1. avatar Marcus

    Da hat doch jemand den armen Froschi viel zu doll aufgeblasen! Kein Wunder dass der jetzt nur noch „Yoshi“ antworten kann, wenn er gefragt wird, wie er denn heißt. 😉

    Gratulation an alle Teilnehmerinnen – da habe ich wohl ein schönes Turnier verpasst! Insbesondere natürlich an Sonila zum ersten „großen“ (und gleich recht erfolgreichen) Turnier und Katharina zum Vizemeistertitel bei den Erwachsenen!