Topspiel gegen Thallichtenberg verloren: 3,5 zu 4,5

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Großartiges Einzelergebnis, das am Ende bedeutungslos blieb: Ernst Michael Porcher vor seinem Remis gegen Andre Bold.

Am 10.11. hatten wir eine weitere große Chance, den Kampf um den ersten Platz in der 2. Pfalzliga West spannend zu gestalten. Ein Blick auf den DWZ-Schnitt der Mannschaften zeigte, dass beide Mannschaften ihre Top-Besetzung aufbieten konnten. Thallichtenberg 1969, Birkenfeld 1971. Ein nahezu ausgeglichenes Match sollte sich in den folgenden Stunden jenes Sonntags abspielen. Dabei fing es aus Birkenfelder Sicht gut an.

Mario Ziegler konnte an Brett 7 den extra für diese Match nachnominierten Fide-Meister Fred Feibert neutralisieren und in ausgeglichener Mittelspielstellung ein Remis erzielen. Eine starke Leistung vollbrachte Ernst Michael Porcher an Brett 1, an welchem er seinen 250 DWZ-Punkte stärkeren Gegner Andre Bold mit starkem Initiativ-Schach stundenlang beschäftigte. Da dieser sich aber gut verteidigte, war die Punkteteilung am Ende das logische Ergebnis. Erst einige Stunden später gab es die nächsten Ergebnisse. Marc André Ruppenthal landete in einem Endspiel, in welchem sein Gegner Marius Herrmany zwei verbundene Freibauern auf der einen, Marc André einen einzigen auf der anderen Seite hatte. Die beiden verbundenen Freibauern sollten sich dann als zu stark erweisen. Bald konnten wir aber wieder ausgleichen. IM Herbert Bastian ging aus einer Belagerung des gegnerischen Königsflügels mit Bauerngewinn hervor, diesen Vorteil verwertete er im Endspiel sicher. Überhaupt besticht unser Neuzugang bisher durch sehr souveränes Spiel. Kurz danach musste Vladimir Paskalutsa an Brett 5 ins Remis einwilligen. Er schien eine Gewinnstellung herbeigeführt zu haben, der Königsflügel seines Gegners sah sehr luftig aus, letztlich übersah er aber einen Konter des Gegners und hatte am Ende nicht mehr als ein Dauerschach. Spielstand nach fünf entschiedenen Partien: 2,5 zu 2,5. Die letzten drei Partien mussten nun für die Entscheidung sorgen. Dabei hatte Mike Sidon an Brett 5 gegen Bert Schwarz noch die besten Aussichten. In einem eigentlich gewonnenen Turmendspiel ließ er seinen Gegner aber in die Philidor-Verteidigung entwischen, aus der sich dieser mit präziser Verteidung – trotz gefühlter stundenlanger Versuche Mikes – nicht mehr herauslocken ließ.  Am Ende stand ein Patt mit Mehrbauern, Remis. Je länger die Partie von Niklas Leyendecker an Brett 2 dauerte, desto mehr neigte sich diese zu seinen Ungunsten. Im Endspiel musste sich sein eher schlechter Läufer gegen den agilen Springer seines Kontrahenten Marcel Agné stemmen, der zudem noch einen Freibauern unterstützen konnte. Am Ende war dieses Duo zu stark, Thallichtenberg ging in Führung. An Brett 4 verlor Maxi Klein im Mittelspiel einen Bauern, was seinem Gegner Tobias Burkhardt ein großes Plus bescherte. Irgendwie schaffte es Maxi aber in ein Damenendspiel und konnte hier den gegnerischen König mit zahlreichen Schachs belästigen. Mehr als ein Remis war aber nicht drin, dieses nahm der Thallichtenberger auch trotz Mehrbauern an, um den Mannschaftssieg abzusichern. Dadurch hat Thallichtenberg nun mit 0 Minuspunkten eindeutig den Weg Richtung Meisterschaft eingeschlagen, wir ordnen uns erst einmal im Mittelfeld ein. Unsere Leistung selbst darf als ein großer Kampf gewürdigt werden, wobei als Analyse für die Niederlage schon der Hinweis ausreichen dürfte, dass eine einzige Gewinnpartie prinzipiell zu wenig ist, um so einen Spitzenkampf zu gewinnen.

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