Start nach langer Corona-Pause gelungen

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Am 20.03. empfingen wir nach langer Wettkampfpause die Mannschaft vom SC Pirmasens 1912 II. Da wir als Aufsteiger gut in die Liga gestartet waren, durften wir uns auch in diesem Spiel Hoffnung machen – und am Ende enttäuschten wir unsere eigenen Erwartungen nicht. Einen ersten halben Punkt erzielte Tim Biel am fünften Brett gegen Pascal Laag. Tim schien lange Zeit mit den schwarzen Farben leichtes Übergewicht zu haben, hielt den gegnerischen König in der Brettmitte und hätte dem Gegner sogar eine defizitäre Bauernstruktur verschaffen können, verzichtete aber zu Gunsten seines eigenen Läuferpaars darauf, das ihm das am Ende aber nicht dankte.

Herbert Bastian bescherte uns dann aber mit einem Herzschlagfinale die Führung. Seinem Gegner Elias Friedrich gelang es, furchterregende Drohungen aufzustellen. Sein Bauer war auf die vorletzte Reihe vorgerückt und die Umwandlung war eigentlich nicht mehr zu verhindern. Vielleicht war Herbert hier irgendwo verloren. Diverse Abtäusche auf f3 nebst einer nicht mehr parierbaren Mattdrohung zwangen den Pirmasenser dann aber zur Aufgabe. Lena Mader konnte am siebten Brett einen Bauern gewinnen und ließ sich gegen ihren Gegner Roland Kratz diesen Vorteil nicht mehr nehmen. Zwischenstand: 2,5 zu 0,5.

Joachim Leiser in seiner ersten Partie für Birkenfeld I

Unser Ergänzungsspieler aus der zweiten Mannschaft, Joachim Leiser, stellte dann das Ergebnis auf 3,5 zu 0,5. Obwohl nur der Berichterstatter an jenem Tage Geburtstag hatte, erhielt Joachim bereits in der frühen Eröffnungsphase ein schönes Geschenk in Form eines Bauern und erreichte auch in der Folge eine dominante Stellung durch seine agilen Springer. Frank Mayer, neben Herbert Bastian unser zweiter „Profi“ in der Mannschaft, teilte mir in einem Gespräch zwar mit, dass er in der Eröffnung eine kleine Ungenauigkeit begangen habe, davon sah man auf dem Brett aber bald nichts mehr. Frank schien sich eine klare Gewinnstellung herausgearbeitet haben, im Zentrum sah man nur Bauern seiner schwarzen Farben, dennoch muss Frank mit seinem letzten Zug, der den Gegner zur Resignation bewegte, einen groben Fehler begangen haben, nach dem er in höchster Gefahr gerade noch Remis hätte halten können. Da ihm aber sein Gegner mit seiner Aufgabe zuvor kam, um so besser. Spielstand: 4,5 zu 0,5. Mario Ziegler erhöhte das Resultat schon bald. Zwar stand er gegen seinen Gegner Klaus Ludy, der klaren Vorteil am Damenflügel vorweisen konnte, irgendwann sehr schlecht, um nicht zu sagen: fast chancenlos. Aber aus Verlegenheit und mit wenig Hoffnung suchte Mario seine Chancen am Königsflügel, und der Gegner fing an, ihm zu glauben und kam ihm durch einige Ungenauigkeiten bis zu einem groben Fehler tatsächlich entgegen. So konnte also auch Mario seine Partie noch gewinnen.

Geglücktes Heimdebüt für Frank Mayer

Der Berichterstatter (Mike Sidon) hatte bei entgegengesetzten Rochaden zwar eine dominante Stellung erreicht, das hielt seinen Kontrahenten Jan Raaphorst aber nicht davon ab, ebenfalls mit seinen Bauern g5/h5 und immer weiter voran zu preschen – so sehr, dass das Computer-Pendel irgendwann zu „minus 20“ gegen den Birkenfelder ausschlug. Aber die Stellung war in Zeitnot zu kompliziert, sodass sich am Ende alles glücklich fügte. Gegen Damenverlust und Matt konnte sich der Gast aus Pirmasens nicht mehr wehren. Beide hätten aber auch schon vorher gewinnen können, da man die Zeit zum Teil bis auf „eine Sekunde“ ablaufen ließ. Am Ende gab es aber auch noch für die Pirmasenser einen ganzen Punkt. Niklas Leyendecker stellte in bereits unangenehmer Stellung einen Bauern ein, wonach er die Partie gegen Daniel Marhöfer aufgeben konnte. Wenigstens der konnte dann gut gelaunt die Heimreise nach Pirmasens antreten. Wir stehen hingegen nach vier Spieltagen noch mit weißer Weste da. Die richtig starken Gegner kommen aber noch. Am 03. April spielen wir bei der TSG Mutterstadt. (Fotos: Helmut Knoll)

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