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Niederlage mit Aussicht – knappe Niederlage gegen Thallichtenberg

Schöner kann ein Spielort kaum sein, unser Gastspiel fand am 12.04. auf der Burg Lichtenberg gegen den SC Thallichtenberg statt. Für die Heimmannschaft ging es noch um einiges, schließlich galt es, die Tabellenführung zu verteidigen. Nach ungefähr drei Stunden bot der Berichterstatter aus einem mulmigen Gefühl heraus – nach Ld4 – Remis an, sein Gegner Holger Diehl (DWZ 1964) nahm an. Das Potential für ein Läuferopfer zwei Züge später ist zwar ersichtlich, aber wer hätte alles berechnen können? (siehe Diagramm) In Rückstand gerieten wir aber dann, als Joachim Leyser seine Partie gegen Volker Schneider (DWZ 2063) aufgeben musste. Wie mir Joachim nach der Partie verriet, hatte er in der Eröffnung einen Zug vertauscht, tatsächlich nistete sich der Springer des Heimspielers frühzeitig auf d6 ein, zerstörte die Rochade, was am Ende großen materiellen Verlust (drei Bauern) für Joachim nach sich zog. Bald verlor auch Michi Porcher gegen Marcel Agne (DWZ 2024). Tatsächlich verlor Poro bereits nach wenigen Zügen zwei Bauern, da er einen langen Damenzug (von b3 nach h3) übersah. Tatsächlich hatte Marcel bereits in der Eröffnung fünf Damenzüge hintereinander gemacht, aber wenn dafür zwei Bauern herausspringen! Prinzipiell war die Partie danach aufgabereif, dennoch kämpfte sich Poro zurück und gestaltete die Partie danach sogar wieder ausgeglichen, wenngleich er in einem Doppelturm-Endspiel alle exakten Züge hätte finden müssen, was aus menschlicher Perspektive fast unmöglich schien. Spielstand: 0,5 zu 2,5 aus Birkenfelder Sicht. Marcel Frydel brachte uns gegen Ulrich Siefert (DWZ 1862) wieder ran. Tatsächlich schien Marcel auf verlorenem Posten, allerdings erlaubte ihm sein Gegner, in ein extrem unbalanciertes Endspiel – Marcels Dame nebst Läufer gegen zwei Türme sowie einen Springer – zurückzukehren, was für Marcel irgendwann schlicht gewonnen war. Kurze Zeit später remisierte Charly Halberstadt seine Partie gegen Wolfgang Kreuscher (DWZ 1867). Wie Charly nach Partieende versicherte, hätten mehre Abtausche zu einem ausgeglichen Endspiel geführt. Remis spielten auch Tim Biehl gegen Markus Müller (DWZ 2058) sowie Fynn Dias gegen Stanley Yin (DWZ 1958), wobei gerade Fynn in seinem Spiel einen schweren Stand hatte, seine Stellung aber sehr gut verteidigte. Einen solchen schweren Stand hatte Emil Bleisinger auch gegen Siegfried Walter (DWZ 1965), eingangs des Endspiels hatte Emil zwei Bauern weniger, aber immerhin konnte er auch einen Freibauern bilden. Um den Mannschaftssieg abzusichern, nahm der Thallichtenberger aber am Ende das Remis an, auch wenn er es vielleicht noch hätte auf Sieg spielen können. Endstand: 4,5 zu 3,5 für Thallichtenberg. Auch wenn wir das Spiel am Ende verloren, hatten wir uns doch sehr gut geschlagen, da wir fast an allen Brettern deutlichen DWZ-Nachteil hatten. Im letzten Spiel der Saison geht es am 26. April zu Hause gegen SK Kaiserslautern 1905.

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