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4 zu 4 gegen Worms, endlich erster Punktgewinn in der RLP Süd!

Auch wenn es angesichts der bisherigen Punkteausbeute nur ein schwacher Trost gewesen war, immerhin gelingt den Birkenfelder Schachfreunden der erste Punkt in der 2. Rheinland-Pfalz-Liga Süd. Am Sonntag, den 15.03. empfing man den durchaus starken Gast aus Worms, der aber tatsächlich nur mit sechs Spielern angetreten war, sodass wir von Beginn an mit 2 zu 0 führten. Wer nun aber glaubte, ein Sieg würde sich ganz automatisch einstellen, sollte sich getäuscht haben.

Zixuan Zhuang musste feststellen, dass sein Gegner Talha Taskan (DWZ 1625) allmähliches Übergewicht am Königsflügel bekam, was erst einen Bauern, bald aber auch die ganze Partie kostete. Sehr gut stand Tim Biehl in der Eröffnung, sein Gegner Valentin Nettsträter (DWZ 1889) konnte nicht rochieren, seine Figuren klebten aufeinander. Tim konnte sogar einen Bauern gewinnen, sein Springer auf e5 dominierte die Brettmitte, aber irgendwie ließ Tim seinen Gegner in ein Schwerfigurenendspiel entweichen, wo der Bauer plötzlich keine große Rolle mehr spielte. Die Partie ging am Ende Remis aus. Genauso wie die Partie von Mirco Friedhoff, der im Mittelspiel einen Bauern verloren hatte, durch einen Einsteller von Fabian Guckes (DWZ 1908) diesen Bauern aber unverhofft wieder zurück bekam und im entstehenden Turm/Läufer-Endspiel keine Probleme hatte Remis zu halten, zumal die Läufer ungleichfarbig waren. Immerhin hatten wir durch diese beiden Remis nun drei Punkte.

Spektakulär, man möchte sagen wie immer, ging es am Brett von Joachim Leiser zu, das Brett brannte lichterloh. Dabei wurden nach zunächst guter Stellung für Joachim die Springer von Patrick Boos (DWZ 1994) so gefährlich und dominant, dass der Königsflügel des Heimspielers kaum mehr zusammen zu halten war. Ein Qualitätsopfer des Wormsers auf b7 tat sein Übriges, die Stellung Joachims fiel auseinander. Bei noch zwei ausstehenden Spielen stand es jetzt 3 zu 3. Der Berichterstatter muss wohl einen schon in der Eröffnung erfolgten Bauernsturm seines Gegenübers Gregor Werner (DWZ 1965) unterschätzt haben, denn dieser hatte während der ganzen Partie starken Druck gegen die weiße Stellung. Wer konnte aber auch glauben, dass f5 nebst g5 bei kurzer Rochade so einfach gehen würde! Erst durch den eher unscheinbaren Befreiungszug Sa2!! gelang es dem Berichterstatter, seinen schlechten Läufer gegen den guten des Gegners abzutauschen, wonach für keinen Spieler mehr Fortschritte zu erzielen waren, das Remis erfolgte durch Zugwiederholung.

Niklas Leyendecker hatte es immerhin mit einem IM (Rene Dausch, DWZ 2046) zu tun, der unmittelbar nach der Partie mitteilte, dass Niklas irgendwo im Mittelspiel die Partie hätte einzügig gewinnen konnte. Das konnte Niklas auch in der nachträglichen Analyse bestätigen, dennoch spielte Niklas stark auf, er gewann das Eröffnungsduell und dominierte lange Zeit diese Partie, bis er im Endspiel seinen Turm für den vorgerückten Bauern des Wormsers geben musste, gleichzeitig aber seinen eigenen h-Bauern laufen lassen konnte. Da auch dieser nur noch unter Opfer von IM Dausch hätte gestoppt werden können, einigte man sich schlussendlich auf ein Remis. Endstand 4 zu 4. Angesichts vieler knapper Niederlagen darf man das durchaus als Erfolg verkaufen, auch wenn man wie so oft auch diesen Mannschaftskampf hätte gewinnen können. Ausgekämpft war jedenfalls jede Partie! Am 12.04. tritt man beim aktuellen Spitzenreiter Thalllichtenberg an. Auch dort will man sich natürlich nicht kampflos geschlagen geben!

Fotos: Helmut Knoll, Michael Hippenstiel

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