{"id":4857,"date":"2015-07-08T06:41:45","date_gmt":"2015-07-08T05:41:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-bir.de\/?p=4857"},"modified":"2015-07-08T20:14:06","modified_gmt":"2015-07-08T19:14:06","slug":"experiment-mit-steigerungspotential","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sf-bir.de\/?p=4857","title":{"rendered":"Experiment mit Steigerungspotential"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4883\" aria-describedby=\"caption-attachment-4883\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Frauen-Einzelmeisterschaften-2015-600x450.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4883 size-medium\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Frauen-Einzelmeisterschaften-2015-600x450-300x225.jpg\" alt=\"Frauen-Einzelmeisterschaften 2015\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Frauen-Einzelmeisterschaften-2015-600x450-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Frauen-Einzelmeisterschaften-2015-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4883\" class=\"wp-caption-text\">Sieger-Treppchen der Frauen-Einzelmeisterschaften 2015.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor wenigen Tagen, vom 26. bis 28. Juni, fand in den R\u00e4umen unseres Schachclubs die erste gemeinsame Frauenmeisterschaft der Landesverb\u00e4nde von Rheinland-Pfalz und Saarland statt. Zun\u00e4chst ein <strong>Bericht \u00fcber dieses Turnier aus meiner Feder f\u00fcr den Saarl\u00e4ndischen Schachverband<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine gemeinsame Frauenmeisterschaft im Schach von zwei Landesverb\u00e4nden &#8211; macht so etwas Sinn? Man wird diese Frage in jedem Fall dann bejahen k\u00f6nnen, wenn jeder Landesverband f\u00fcr sich nur wenige Spielerinnen zur Teilnahme motivieren kann. Im vergangenen Jahr spielten im Saarland lediglich 8 schachbegeisterte Frauen den Meistertitel aus, in Rheinland-Pfalz fiel das Turnier mangels Interesse sogar vollst\u00e4ndig aus. Was liegt also n\u00e4her als ein gemeinsames Turnier &#8211; ein Modell, das auch andere Verb\u00e4nde bereits f\u00fcr sich entdeckt haben. Vor wenigen Tagen verzeichneten Hamburg und Schleswig-Holstein bei der gemeinsamen Meisterschaft die Rekordteilnehmerzahl von 36.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz so optimistisch ging man im S\u00fcdwesten die Sache nat\u00fcrlich nicht an, aber bei zwei Verb\u00e4nden mit insgesamt 91 (Saarland) bzw. 253 (Rheinland-Pfalz) weiblichen Mitgliedern sollten es ja doch zwischen 15 und 20 Spielerinnen nach Birkenfeld schaffen &#8211; so jedenfalls die Hoffnung der ausrichtenden Schachfreunde Birkenfeld. Letztlich wurden es 8. In Worten: a c h t !!! Diese entt\u00e4uschende Zahl ist nicht nur mit Termin\u00fcberschneidungen zu Vereins-Events oder dem zeitgleich in der N\u00e4he, in Ramstein-Miesenbach, stattfindenden Rheinland-Pfalz-Tag zu erkl\u00e4ren, obwohl es seitens der ausrichtenden Verb\u00e4nde auch nicht geschadet h\u00e4tte, diese Termine bei der Planung zu ber\u00fccksichtigen und eventuell ein anderes Wochenende f\u00fcr die Meisterschaft zu w\u00e4hlen. Generell ist leider festzustellen, dass Meisterschaften bei M\u00e4nnern wie Frauen auf zunehmend weniger Interesse sto\u00dfen &#8211; im Fall der Frauenmeisterschaft schl\u00e4gt dies naturgem\u00e4\u00df &#8211; da nun einmal wesentlich weniger Frauen in den Vereinen aktiv sind als M\u00e4nner &#8211; noch fataler zu Buche als bei den offenen Meisterschaften. Hier w\u00e4re eine deutlich st\u00e4rkere Kommunikation unter den Spielerinnen und zwischen Spielerinnen und Funktion\u00e4ren notwendig, und zwar offensichtlich in beiden Verb\u00e4nden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Turnier begann mit leichten Startschwierigkeiten: Da zwei abweichende Ausschreibungen kursierten, musste zun\u00e4chst die Frage der Bedenkzeit gekl\u00e4rt werden. Letztlich entschied man sich f\u00fcr eine \u201eklassische\u201c Bedenkzeit ohne Inkrement. Danach verlief das Turnier reibungslos und ohne jede St\u00f6rung. Wolfgang Pitsch (SF Wadgassen\/Differten), der als Schiedsrichter fungierte, hatte somit einen angenehmen Job. Die Organisation des Turniers lag in den H\u00e4nden des ausrichtenden Vereins, der sich &#8211; besonders in Person des Vereinsvorsitzenden Kurt Geibel &#8211; mit gro\u00dfem Engagement um die Teilnehmerinnen bem\u00fchte. Neben dem obligatorischen Kaffee und Kuchen wurde auch f\u00fcr warmes Mittagessen an beiden Turniertagen gesorgt, das bei den Spielerinnen \u00fcberwiegend gut ankam.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Runde1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4860\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Runde1.jpg\" alt=\"Runde1\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Runde1.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Runde1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Runde1.jpg\"><br \/>\n<\/a>Blick in den Turniersaal w\u00e4hrend der 1. Runde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sportlich ist ein Schweizer Systemturnier mit 8 Teilnehmerinnen \u00fcber 5 Runden nat\u00fcrlich problematisch &#8211; am Ende kommt es naturgem\u00e4\u00df zu merkw\u00fcrdigen Paarungen mit gro\u00dfen Spielst\u00e4rkeunterschieden. Doch ist dieses Problem ja leicht zu l\u00f6sen, wenn im kommenden Jahr mehr Spielerinnen an den Start gehen \ud83d\ude09 Von den 8 Teilnehmerinnen stammten 6 aus Rheinland-Pfalz, aber ausgerechnet beim Kampf um den Titel der Rheinland-Pfalz-Meisterin war schnell die Spannung raus: Zu souver\u00e4n zog Monika Braje von der SG Trier ihre Bahn. Das einzige Remis gab sie in der 2. Runde gegen Helen Weinmann (SV Schwalbach) ab, mit dem Sieg gegen die nominell st\u00e4rkste Kontrahentin aus Rheinland-Pfalz, Dr. Katharina Peetz (SK Zweibr\u00fccken), in der 3. Runde war bereits eine Vorentscheidung um den Titel gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Peetz-Ziegler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4861\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Peetz-Ziegler.jpg\" alt=\"Peetz-Ziegler\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Peetz-Ziegler.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Peetz-Ziegler-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Runde 1: Dr. Katharina Peetz (links) &#8211; Sabine Ziegler<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Viel spannender machten es die beiden saarl\u00e4ndischen Spielerinnen. Neben Helen Weinmann trat mit Sonja Noll (Caissa Schwarzenbach) die Titelverteidigerin an, die jedoch im Vergleich zu ihrem \u00fcberzeugenden Erfolg aus dem Vorjahr diesmal deutlich weniger souver\u00e4n wirkte. Bereits in der 2. Runde wackelte sie gewaltig und rettete nur mit viel Gl\u00fcck und g\u00fctiger Mithilfe ihrer Gegnerin den Punkt gegen Katharina Peetz. Das direkte Duell der beiden Saarl\u00e4nderinnen in der 3. Runde endete unentschieden, so dass Sonja mit einem halben Punkt Vorsprung in den letzten Tag ging &#8211; und diesen Vorsprung durch eine Niederlage gegen Monika Braje umgehend in einen halben Punkt R\u00fcckstand verwandelte, da Helen gleichzeitig eine lange Partie gegen Beate Tr\u00f6ger (Vorw. Orient Mainz) gewann. Sonja kam aus dem Kopfsch\u00fctteln \u00fcber ihr Spiel nicht mehr heraus und hatte wohl vor der Schlussrunde den Titel bereits abgeschrieben. Zwar gewann sie souver\u00e4n ihre letzte Partie gegen das gro\u00dfe Birkenfelder Nachwuchstalent Katharina Bohrer, aber Helen hatte in ihrer eigenen Partie gegen Katharina Peetz \u201eMatchball\u201c zur Meisterschaft. Bereits ein Remis h\u00e4tte wegen der besseren Buchholzwertung gen\u00fcgt. Doch nach einer erneut ruhigen Er\u00f6ffnungs- und fr\u00fchen Mittelspielphase schlitterte Helen in ein \u00e4u\u00dferst schwieriges Leichtfigurenendspiel, das ihre Gegnerin trotz einiger ungenauer Z\u00fcge schlie\u00dflich zum Sieg f\u00fchrte und damit Sonja doch noch den nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenen Titel verschaffte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0Das doppelte Titelduell in Runde 3:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Braje-Peetz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4862\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Braje-Peetz.jpg\" alt=\"Braje-Peetz\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Braje-Peetz.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Braje-Peetz-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Monika Braje (rechts) gegen Katharina Peetz&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Noll-Weinmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4863\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Noll-Weinmann.jpg\" alt=\"Noll-Weinmann\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Noll-Weinmann.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Noll-Weinmann-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8230; und Sonja Noll (rechts) gegen Helen Weinmann<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Sonja.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4865\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Sonja.jpg\" alt=\"Sonja\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Sonja.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Sonja-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Doch noch Siegerin: Die \u00fcbergl\u00fcckliche Sonja Noll nach dem Titelgewinn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man ein Fazit ziehen sollte, so k\u00f6nnte dies lauten: Es war ein seitens des ausrichtenden Vereins perfekt organisiertes Turnier in &#8211; wie bei den schachspielenden Frauen \u00fcblich &#8211; entspannter und freundschaftlicher Atmosph\u00e4re. Durch den spannenden Turnierverlauf kamen auch die Kiebitze &#8211; vor allem die Mitglieder des Birkenfelder Vereins, die an allen Tagen zahlreich vorbeischauten &#8211; auf ihre Kosten. Dennoch muss eine Steigerung erfolgen: Die Vorbereitung seitens der beiden Verb\u00e4nde sollte bei der zweiten Auflage des Turniers besser koordiniert werden und vor allem sollten sich mehr Spielerinnen auf das Experiment einer gemeinsamen Meisterschaft einlassen. Sonst besteht die Gefahr, dass diese gute Idee keinen langen Bestand haben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach diesem allgemeineren Bericht noch einige <strong>Bemerkungen aus der Sicht unseres Vereins<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst gilt der Dank noch einmal der Stadt Birkenfeld, die das Turnier gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzte und in Person des Stadtb\u00fcrgermeisters Miroslaw Kowalski bei der Er\u00f6ffnung vertreten war. Nicht genug w\u00fcrdigen kann man auch die unerm\u00fcdlichen Helfer, die im Vorfeld das Turnier organisierten und tatkr\u00e4ftig bei der Durchf\u00fchrung mitwirkten. Hier m\u00f6chte ich neben vielen anderen besonders Kurt Geibel und Ernst Michael Porcher nennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Er\u00f6ffnung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4866 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Er\u00f6ffnung.jpg\" alt=\"Er\u00f6ffnung\" width=\"425\" height=\"640\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Er\u00f6ffnung.jpg 425w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Er\u00f6ffnung-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a>Er\u00f6ffnung des Turniers durch den Vorsitzenden der Schachfreunde Birkenfeld, Kurt Geibel (links) und den Birkenfelder B\u00fcrgermeister Miroslaw Kowalski<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten drei Pl\u00e4tze bei einer Meisterschaft &#8211; das klingt nicht besonders eindrucksvoll. Man k\u00f6nnte also leicht das Abschneiden von Sabine Ziegler, Verena Jacobs und Katharina Bohrer als Misserfolg ansehen, wenn man nur auf die Zahlen schaut. Doch das w\u00fcrde den Leistungen unserer Spielerinnen in keiner Weise gerecht. In mehreren Partien hielten sie hervorragend mit, und oft fehlt nur etwas Erfahrung (oder auch einfach Gl\u00fcck!), um etwas Z\u00e4hlbares aus den guten Stellungen herauszuholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Bohrer-Jacobs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4867\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Bohrer-Jacobs.jpg\" alt=\"Bohrer-Jacobs\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Bohrer-Jacobs.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Bohrer-Jacobs-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Runde 2: Das Birkenfelder Vereinsduell Verena Jacobs (links) gegen Katharina Bohrer plus ihr Maskottchen \u201eFroschi\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sabine begann mit einer extrem zweischneidigen Partie gegen Dr. Katharina Peetz, in der sie (mit den schwarzen Steinen!) ihre Gegnerin unter Druck setzte und einige Angriffsideen gegen ihren K\u00f6nig versuchte. Letztlich gelang es Katharina Peetz, alle diese Drohungen abzuwehren und den vollen Punkt einzufahren &#8211; nicht unverdient und angesichts der um fast 300 Punkte h\u00f6heren DWZ auch nicht unerwartet, dennoch eine gute Partie von Sabine. Es folgte ein ausgek\u00e4mpftes Remis gegen Verena. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte diese Partie an mehreren Stellen in die eine oder andere Richtung kippen k\u00f6nnen, aber insgesamt ist das Unentschieden nach dem Partieverlauf leistungsgerecht. Weniger leistungsgerecht war das Remis in Runde 3 gegen Beate Tr\u00f6ger. Hier zeigte Sabine ihre beste Leistung, setzte ihre Gegnerin von Beginn an unter Druck und verpasst mehrmals die gewinnbringende Abwicklung. Zu guter Letzt kam trotz deutlicher \u201eFeldvorteile\u201c nur ein Endspiel mit Mehrbauer heraus, das angesichts der ungleichfarbigen L\u00e4ufer leider in ein Remis m\u00fcndete. Runde 4 brachte das n\u00e4chste Vereinsduell gegen Katharina. Hier machten sich Sabines gr\u00f6\u00dfere Theoriekenntnisse bemerkbar, so dass Katharina trotz gewohnt hartn\u00e4ckiger Gegenwehr letztlich ohne echte Chance blieb. In der Schlussrunde gegen Monika Braje war bei Sabine sichtlich die Luft raus. Hier war sie es, die kaum Chancen auf etwas Z\u00e4hlbares besa\u00df, was aber nat\u00fcrlich auch an der h\u00f6heren Spielst\u00e4rke der souver\u00e4nen Gesamtsiegerin Braje lag. Kurz und gut: 2 Punkte aus 5 Partien sind in Ordnung und entsprechen weitgehend Sabines DWZ-Erwartung, aber zumindest in der Partie gegen Beate Tr\u00f6ger war ein halber Punkt mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In noch st\u00e4rkerem Ma\u00dfe gilt dies f\u00fcr Verena. In der ersten Runde kam sie gegen Sonja Noll gut aus der Er\u00f6ffnung, ehe ein taktisches \u00dcbersehen eine Figur und folglich auch die Partie kostete. Dem Remis gegen Sabine in Runde 2 folgte ein langer und harter \u201eArbeitssieg\u201c gegen Katharina. Die Niederlage gegen Katharina Peetz in Runde 4 kann man als \u201enormal\u201c einstufen: Hier kam Verena mit der Mittelspielstellung nicht zu Recht und b\u00fc\u00dfte nach zu sp\u00e4ter Rochade Material ein. Alles andere als normal verlief aber der abschlie\u00dfende Verlust gegen Beate Tr\u00f6ger. Nach zuvor wenig spektakul\u00e4rem Partieverlauf stellte Beate Tr\u00f6ger kurzz\u00fcgig einen L\u00e4ufer ein, den Verena auch v\u00f6llig zu Recht mitnahm &#8211; um kurz darauf ein zwar t\u00fcckisches, aber nicht unparierbares Grundreihenmatt zuzulassen. Viel Pech gerade in dieser Partie: Statt der tats\u00e4chlichen 1,5 Punkte h\u00e4tten es auch ohne Weiteres 2,5 sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt Katharina. Aus Sicht eines Trainers ist man immer froh, wenn Kinder sich der Herausforderung eines Erwachsenenturniers stellen. Die Partien, die in solch einem Turnier gespielt werden, wiegen viel schwerer als Partien gegen andere Kinder, wo naturgem\u00e4\u00df deutlich fehlerhafter zu Werke gegangen wird. Daher bin ich stolz, dass Katharina an dem Turnier teilgenommen und sich durchgebissen hat, und bin sicher, dass ihr die dort gemachten Erfahrungen bei der Entwicklung ihrer Spielst\u00e4rke sehr helfen werden. Dieses Mal gab es noch keine Punkte f\u00fcr sie &#8211; bei der n\u00e4chsten Gelegenheit kann es schon ganz anders aussehen, denn auch bei der diesj\u00e4hrigen Meisterschaft hatte sie in zwei Partien gute M\u00f6glichkeiten. Gegen Verena spielte sie \u00fcber 70 Z\u00fcge absolut auf Augenh\u00f6he. Zeitweilig hatte sie sogar einen Mehrbauern, aber auch, nachdem Verena das Material ausgleichen konnte, stand Katharina dank eines weit vorger\u00fcckten Freibauern im Schwerfigurenendspiel besser. Die Irrungen und Wirrungen, die letztlich zum Verlust dieses Bauern und der Partie f\u00fchrten, m\u00fcssen hier nicht beschrieben werden; man darf festhalten, dass Verena in dieser Partie zweier gleichwertiger Gegnerinnen das Gl\u00fcck auf ihrer Seite hatte. Gleiches trifft auf Katharinas Partie in der 3. Runde gegen Beate Tr\u00f6ger zu. Hier besa\u00df Katharina wegen eines starken Zentrumsspringers Vorteile, die bei richtigem Spiel vermutlich zum Sieg ausgereicht h\u00e4tten. Auch hier bedeutete ein ungl\u00fccklicher Figurentausch die Wende der Partie, denn das entstehende Bauernendspiel war leider f\u00fcr Katharina verloren. In diesen beiden Partien w\u00e4ren also mindestens zwei Remis m\u00f6glich und verdient gewesen, w\u00e4hrend es in den restlichen drei (gegen Helen Weinmann, Sabine Ziegler und Sonja Noll) noch nichts zu ernten gab &#8211; auch hier liegt die Betonung auf \u201enoch\u201c. Angesichts der gro\u00dfen Fortschritte, die ich als Katharinas Trainer jede Woche beobachten kann, ist es f\u00fcr mich nur eine Frage der Zeit, bis unsere Nachwuchsspielerin bei einer vergleichbaren Meisterschaft vorne mitspielen wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4870\" src=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild.jpg\" alt=\"Gruppenbild\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild.jpg 640w, http:\/\/www.sf-bir.de\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gruppenbild mit Schiedsrichter Wolfgang Pitsch, Cheforganisator Kurt Geibel &#8211; und \u201eFroschi\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Tagen, vom 26. bis 28. 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