Deutliche Niederlage in Pirmasens

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Am 16.12. trat die erste Mannschaft der Birkenfelder bei widrigen Bedingungen, die Straßen waren von einer weißen Schneeschicht bedeckt, die Reise nach Pirmasens an. Sehr schnell gelang es uns auch, gegen drei DWZ-stärkere Gegner den Remishafen anzusteuern. Ernst Michael Porcher, Uwe Kendzior und Werner Weller schafften an ihren Brettern problemlos ein Remis, eine starke Leistung, da jeder ihrer Kontrahenten ungefähr 200 DWZ-Punkte mehr auf dem Konto hatte. Damit schienen die Weichen auf Sieg gestellt, an einigen der restlichen Bretter waren wir klar favorisiert. Dann ging es aber Schlag auf Schlag gegen uns: Lena stellte in besserer Stellung einen Turm ein, Mario schien die Stellung zu seinen Gunsten verschäft zu haben, verlor aber die Übersicht, Rudolf übersah in einem besseren Endspiel eine Springergabel. Der Gegner hatte plötzlich 4,5 Punkte. In dieser Situation konnte Mike Sidon an Brett 1 dann auch ins Remis einwilligen, Niklas musste sich abschließend am zweiten Brett in die Niederlage einfügen. Endstand: Pirmasens – Birkenfeld 6:2. Damit belegen die Birkenfelder nach fünf Runden Platz 5, allerdings hat man auch schon gegen drei Mannschaften der ersten vier gespielt. Kein schlechtes Resultat für einen Aufsteiger, obwohl man sich insgeheim mehr erhofft hatte.

Deutsche Frauen-Blitzmeisterschaft in Bamberg

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Foto: Wolfgang Fiedler

Der traditionsreiche SC 1868 Bamberg gehörte lange Jahre zu den Top-Adressen des deutschen Schachs. 1966, 1976 und 1977 gewann der Verein aus Franken die deutsche Meisterschaft mit den Spitzenspielern GM Lothar Schmid und GM Dr. Helmut Pfleger, 1983/84 zudem den deutschen Mannschaftspokal. Diese großen Zeiten sind mittlerweile vorbei, die erste Mannschaft des SC Bamberg spielt heute in der Landesliga Bayern, doch bot das 150jährige Jubiläum eine willkommene Gelegenheit, der großen Vergangenheit zu gedenken. 2018 erschien eine aufwändige Chronik des Vereins („Das Haar muss ziehen!“. 150 Jahre Schachclub 1868 Bamberg: Chronik – Anekdoten – Partien – Probleme, herausgegeben von Bernhard Schmid und Günter Lossa), und anlässlich des Vereinsjubiläums richtete der Verein auch die diesjährige deutsche Blitzmeisterschaft der Männer und Frauen aus. Im Frauenturnier vertrat Lena Mader (SC Ramstein-Miesenbach, Gastspielerin bei den SF Birkenfeld) den Schachbund Rheinland-Pfalz.

Dass es im Feld der 20 Spielerinnen schwer werden würde, verriet bereits ein Blick auf die Meldeliste, die von zwei Großmeisterinnen (der aktuellen Nationalspielerin Judith Fuchs sowie der früheren Nationalspielerin Marta Michna) und vier Internationalen Meisterinnen angeführt wurde. Lena startete dennoch gut mit 1,5 Punkten aus den ersten beiden Runden, leider kamen danach nur noch 3,5 Zähler dazu, was Platz 17 bedeutete. Das wertvollste Remis gelang Lena gegen die frühere Meisterin (1981 und 1983) und langjährige Nationalspielerin der DDR, WIM Annett Wagner-Michel.

Übrigens spricht es für die Motivation von Lena und von Werner Weller, der sie in Bamberg begleitete, dass sie nach der Siegerehrung um 21 Uhr die Heimreise nach Rheinland-Pfalz antraten, um am kommenden Morgen für Ramstein-Miesenbach einen Mannschaftkampf zu bestreiten.

Turnierseite des DSB mit allen Ergebnissen, weiteren Bildern und einem Video

 

I. Mannschaft – Sieg gegen Fehrbach

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Am Sonntag, den 25.11. mussten wir es mit den sehr stark gestarteten Fehrbachern (6:0 Punkte) aufnehmen. Bereits bei Spielbeginn war allerdings klar, dass wir 1 zu 0 in Führung liegen würden, da der Gast unvollständig angetreten war. Kurze Zeit später erhöhte Uwe Kendzior auf 1,5 zu 0,5, mit den schwarzen Steinen erreichte er problemlos ein Remis. Bald kamen die Gäste zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Ernst Michael Porcher schien mit einem stark aussehenden Läuferopfer auf f7, das der Gegner übrigens auch nicht annehmen durfte, auf der Siegerstraße zu sein, überraschenderweise zauberte sein Gegenüber aus Fehrbach wenige Züge später aber einen wie aus dem Nichts kommenden Mattangriff auf das Brett. In der Zwischenzeit verdichteten sich die Vorzeichen, dass Rudolf Meier an Brett 8 einen souveränen Punkt einfahren würde. Mit seinem weit vorgerrückten f-Bauern stieß er einen Keil in die nun zusammenbrechende Königsstellung des Gegners und erhöhte so bald auf 2,5 zu 1,5. Da Maximilian Klein an Brett 3 in großer Zeitnot nicht den richtigen Plan fand, kollabierte seine Stellung innerhalb kürzester Zeit, sodass der SC Fehrbach den Mannschaftskampf wieder ausglich. Die letzten drei laufenden Partien würden nun über Sieg oder Niederlage entscheiden müssen. Zunächst gewann Lena Mader, die schon in der Eröffnung Vorteil erzielte und sich diesen nicht mehr nehmen ließ. Kurze Zeit später sorgte Niklas Leyendecker für die Entscheidung; zwar hatte sein Gegner im Turmendspiel einen Freibauern auf der a-Linie, dieser sah sich aber drei ebensolchen auf der anderen Brettseite gegenüber, schnell musste der Gegner die Partie deshalb aufgeben. Zum Schluss gewann Werner Weller an Brett 6, durch starkes Spiel im Mittelspiel erbeutete er eine Qualität und verdichtete diesen Materialvorteil im Endspiel zum Sieg. Endergebnis: SF Birkenfeld – SC Fehrbach 5,5 : 2,5. In der Tabelle belegen die Birkenfelder mit 6 zu 2 Punkten nun den vierten Platz.

Lena Mader nach ihrer Partie. Mit 3 Siegen in 3 Partien spielt Lena bis jetzt eine großartige Saison.

Drei Birkenfelder beim Jugend-Quartalsturnier in Baden-Baden

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Die Jugend-Quartalsturniere sind eine traditionelle Turnierserie in der Kurstadt Baden-Baden. Mehrmals im Jahr laden das Schachzentrum Baden-Baden und der vielfache deutsche Mannschaftsmeister OSG Baden-Baden die Kinder aus Nah und Fern in das Kulturhaus LA8. Im November diesen Jahres nahmen 52 junge Schachfreunde die Gelegenheit wahr, im gediegenen Ambiente des „Kristallsaals“ um Punkte und Pokale zu kämpfen – darunter mit Nick Brusius, Leon Wollscheid und Zihao Wang drei Birkenfelder Nachwuchstalente. Alle drei schlugen sich wacker: Nick erzielte 3 Punkte, Leon und Zihao jeweils 2. Für Nick bedeutet dies eine erste DWZ (838) – herzlichen Glückwunsch!

Turnierleiter Mario Ziegler und die drei Birkenfelder Starter

Ergebnis des Jugend-Quartalsturnier (B-Gruppe)

Bericht auf der Homepage des Schachzentrums

Nibelungenopen Worms 2018

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Am traditionellen Nibelungen-Open, das Anfang November in Worms ausgetragen wurde, nahmen 5 unserer Spieler teil. Trotz gewisser organisatorischer Schwierigkeiten, die auf den kurzfristigen Wechsel des Austragungsortes zurückzuführen waren, war es wieder ein schönes Event, das mit Elo-Favorit IM Igor Solomunovic (Serbien) einen verdienten Sieger fand. Im A-Turnier (66 Teilnehmer) erzielte Mike Sidon 4 Punkte (Platz 25), Niklas Leyendecker holte 3 Punkte (Platz 45) – beides sehr ordentliche Ergebnisse, die Mike und Niklas einige DWZ-Punkte einbrachten. Dass sogar noch mehr drin war zeigt am besten Niklas‘ unglückliche Schlussrundenniederlage gegen Niklas Hinrichs (SK Bingen, DWZ 2100).

Mike bei seinem Sieg gegen Adrian Lösch (SC Landskrone) in der 6. Runde

Im B-Turnier gingen mit Ernst Michael Porcher, Emil Bleisinger und Katharina Bohrer drei unserer Spieler an den Start. Mit 5 Punkten landeten Emil und Ernst auf den Plätzen 11 und 14, wobei besonders Emil ein starkes Turnier spielte, nur gegen den späteren Turniersieger Frank Bäumer (Gambit Gusenburg) verlor und erneut über 60 DWZ-Punkte gewinnen konnte. Katharina erspielte mit 3,5 Punkten ziemlich genau eine Leistung, die ihrer aktuellen DWZ entspricht. Hier kamen die bekannten Schwächen des Schweizer Systems zum Tragen, denn zwei ihrer Gegner mit sehr geringer Wertungszahl drückten ihren Gegnerschnitt, so dass sich die gegen stärkere Gegner erzielten Punkte weniger stark auswirkten.

Ernst in seiner Gewinnpartie gegen das große Trierer Nachwuchstalent Maximilian Felten

 

Ergebnisse unter Chess Results: A-Turnier   B-Turnier

Erste Mannschaft mit Niederlage

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Am Sonntag, den 11.11. traten wir mit durchaus berechtigten Hoffnungen unsere Reise nach Thallichtenberg an. Immerhin duellierten sich hier zwei Mannschaften mit noch weißer Weste. Es ging auch gut los, denn an Brett 7 gelang es unserem Senior Rudolf Meier, den König seines Gegners in der Mitte zu halten und somit die Partie schnell zu gewinnen. Sein Gegner war kein geringerer als der ehemalige Birkenfelder Mario Jacobs, dem wir hier weiterhin alles Gute wünschen. Danach lief aber alles in die falsche Richtung. Obwohl Emils Stellung an Brett 8 zunächst noch gut aussah, kollabierte diese bald, da der Gegner einen gefährlichen Freibauern auf b6 gebildet hatte. Uwe Kendzior schien auch alles im Griff zu haben, konnte seine überlegene Stellung in Zeitnot aber nicht halten. Nachdem Werner Weller an Brett 5 in einer ausgeglichen Stellung ins Remis einwilligte, erhöhten die Thallichtenberger ihren Vorsprung durch einen weiteren vollen Punkt an Brett 4. Für den verlorenen Bauern hatte Ernst Michael Porcher nicht genügend Kompensation, durch geduldiges Manövrieren brachte der Gegner den Sieg nach Hause. Nach der Aufgabe von Niklas an Brett 2 war die Niederlage dann endgültig besiegelt. Dabei hatte der zweitjüngste des Teams nach eigenen Angaben gute Möglichkeiten, im Mittelspiel eine Gewinnstellung herbeizuführen. In den letzten beiden Partien ging es nur noch um Ergebniskorrektur. Diese gelang dann dem Berichterstatter Mike Sidon mit einem überzeugenden Sieg. Dem Gegner gelang dabei zwar der Abtausch mehrerer Figuren, die übrig gebliebenen hatten danach aber kaum noch gute Felder. Die größere Beweglichkeit der eigenen Figuren, die auch mit einem Figurengewinn einherging, brachte Mike Sidon dann auch den Sieg. Maximilian Klein an Brett 3 kämpfte am längsten, am Ende konnte sein Turm gegen die drei Bauern des Gegners aber nichts mehr ausrichten. Endergebnis: Thallichtenberg – Birkenfeld 5,5:2,5. Am Ende eine verdiente Niederlage, gemessen an den zeitweiligen Positionen hätte das Match aber auch anders ausgehen können.